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Donnerstag, 19. September 2013

I Fell In Love With A Song:

"Wild Tigers I Have Known" von Emily Jane White

Diesen Song habe ich schon vor geraumer Zeit entdeckt. Nämlich als ich den gleichnamigen Film von Cam Archer gesehen habe. Der Film lief 2006 beim Sundance Film Festival und irgendwann dann in meinem DVD-Player. Wild Tigers I Have Known handelt von einem 13-jährigen Jungen, der seine sexuelle Identität sucht und irgendwie auch findet. Der Film schwankt bisweilen ins phantastisch-poetische, was ihn manchmal wirklich nicht leicht greifbar, aber dennoch ergreifend macht. Produziert wurde der Film übrigens von Gus van Sant, der zum Beispiel durch seine Regiearbeit bei den Filmen Elephant und Paranoid Park bekannt sein dürfte. Wild Tigers I Have Known ist jedenfalls eine queere Filmempfehlung!

Montag, 10. Juni 2013

I Fell In Love With A Song:

"The Fall of Glorieta Mountain" von Esben and the Witch

In Prag neulich habe ich ein paar tolle Bands live gesehen, die musikalisch so unterschiedlich waren, wie die Venues in denen sie gespielt haben: Die Doom- und Sludgebands Samothrace und Bell Witch aus Seattle im Klub 007 Strahov, einem DIY-Laden mit bewegter Geschichte (seit 1969!) neben einem alten Stadion über Prag, die grottenschlechte Supportband, deren Namen ich glücklicherweise schon verdrängt habe, und schließlich The KVB, waviger, shoegaziger Post-Punk aus London, in einem Kellergewölbe mit mysteriösem Eingang unter einem Teil einer der Unis, das Studierende für Kunst und Konzerte nutzen und schließlich Esben and the Witch, sphärischer, waviger, märchenhafter Indie-Pop aus Brighton in der Großraumdisco Lucinda (alle negativen Assoziationen bestätigend) mitten in Prag.

Samstag, 7. April 2012

I Fell In Love With a Song:

"Cold" von Blood Red Shoes


I fell in love with a song - with a radio song, um genau zu sein. "Cold" von Blood Red Shoes ist der Ohrwurm des Tages, des Wochenendes, vielleicht sogar der Woche. Es muss ja nicht immer der absolut unbekannte Indie-Geheimtipp sein. Das Label "Indie" passt hier sowieso maximal musikalisch. Marketingtechnisch verlässt sich die Band schon seit geraumer Zeit auf ein Majorlabel.

"Cold" ist eingänig. Die Melodie wird von Laura-Mary Carters Gitarre und dem Gesang von ihr und Steven Ansell getragen, für den Beat sorgt dessen Drumkit. Ein Bass fehlt. Fehlt aber gleichzeitig nicht. Dass es für Rock-Ohrwürmer keinen klassischen Instrumentenaufbau braucht, dürfte ja spätestens seit den White Stripes bekannt sein, die es mit ihren Videos und Songs bis in Simpsons-Folgen und die Fußballstadien dieser Welt geschafft haben. Ob Letzteres so erstrebenswert ist, sei dahingestellt. Die White Stripes gibt es ohnehin nicht mehr. Und die vielleicht übrig gebliebene Leerstelle können Blood Red Shoes jetzt ausfüllen. Das gelingt dann vielleicht sogar ohne Verschwörungstheorien rund um Verwandtschaftsgrade.