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Freitag, 29. November 2013

Angesehen: Feministische Kalender für 2014

Der Starke Frauen-Kalender ist wohl das perfekte Tanten-Geschenk. In ihm findet sich eine Prise Kunst gepaart mit einer Prise Feminismus und einer Portion Nützlichkeit. Auf zwölf Kalenderblättern und einem Deckblatt präsentiert der Herausgeber Utz Benkel dreizehn Frauen, die eben alle irgendwie im Paradigma "stark" zu bündeln sind.

Davon ab machen sie ganz Unterschiedliches und ganz Unterschiedliches macht sie aus. Und wer sie nicht gleich erkennt, Pina Bausch zum Beispiel, oder Annette von Droste-Hülshoff, der_dem ist mit Kurzinfos unter den Bildern geholfen. Für jeden Tag im Jahr wurden Geburts- und Todestage von berühmten Frauen eingetragen (Happy Birthday, Petra Kelly), eigene Sachen kann man dafür aber nicht mehr reinschreiben.

Sonntag, 24. November 2013

Gesehen: The Punk Singer - A Film about Kathleen Hanna

Musikdokus gibt es viele. Wir kennen Tourdokus, wie Lady Gagas Monster Ball Tour at Madison Square Garden,  Fandokus, wie Springsteen and I, posthum produzierte Projekte, wie The Future Is Unwritten zu Joe Strummer, Filme, die sich mit für die Musik wichtigen Orten auseinandersetzen, wie Dave Grohls Sound City und - Hand aufs Herz - ich verschlinge diese Filme und Filmchen. Erst Recht, wenn Künstler_innen portraitiert werden, die ich super finde! Klar habe ich mich da tierisch gefreut, als die Filmemacherin Sini Anderson 2011 bei Kickstarter für die Finanzierung von The Punk Singer warb, eine Dokumentation über und mit Kathleen Hanna, Riot Grrrl-Ikone, feministische Aktivistin, Künstlerin, Mutmacherin. Seitdem freue ich mich auf den Film und fiebere auf Screenings in unseren Breiten hin. Et voilà - gestern war es soweit. Im Rahmen des Kölner SoundTrack-Festivals wurde The Punk Singer - A Film About Kathleen Hanna ausgestrahlt.

Donnerstag, 7. November 2013

Yummy: Fantastische Geheimrezepte von Amelie Persson

Amelie Persson ist cool. So viel steht mal fest und Leser_innen von differentneeds wissen das spätestens seit dem MY DIY-Interview, das ich vor einiger Zeit mit ihr gemacht habe. Sie lebt in Frankfurt und arbeitet als Illustratorin und nebenbei ist sie auch noch eine kreative Köchin.

Und guess what? Amelie verrät in einem kleinen Heftchen ihre liebsten Rezepte. Im Jaja-Verlag ist vor kurzem das Bändchen Fantastische Geheimrezepte von ihr erschienen und yummy - beim Lesen läuft mir das Wasser im Mund zusammen! Nicht nur, weil die Rezepte für scharfe Kichererbsen oder Apfel-Beeren-Crumble unheimlich gut klingen, sie sind auch wunderbar illustriert.

Sonntag, 29. September 2013

Gelesen: Rebel Girl - Popkultur und Feminismus von Tine Plesch

aus dem Missy Magazine
Tine Plesch gehört zu den Persönlichkeiten, die mich inspirieren, obwohl ich sie nie getroffen habe. Und es gibt keine Chance, dass sich das nochmal ändert, denn Tine Plesch, Musikjournalistin und Autorin, ist 2004 verstorben. 

Inspirieren kann sie mich trotzdem weiterhin mit den Text- und Tondokumenten, die sie hinterlassen hat. Ihre Gedanken zu Pop und Feminismus, Literatur und Musik sind unter anderem in der Jungle World, der testcard und dem Nürnberger Abendblatt erschienen. Einiges davon ist frei im Netz verfügbar und das ist schön. Ohne große Hürden kann sich der_die Interessierte durch Tine Pleschs Arbeit klicken, sich mitgeschnittene Vorträge anhören und von ihr verfasste Texte lesen.

Das Problem mit diesen Online-Sachen ist allerdings immer, dass man sie sich nicht besonders gut ins Regal stellen kann. Und da kommt Tine Pleschs alte Heimat, der Ventil-Verlag ins Spiel. Von 1999 bis zu ihrem Tod war sie Mitherausgeberin der testcard, die ja bekanntermaßen in dem Mainzer Verlag erscheint. Und ganz frisch ebenda herausgekommen ist Rebel Girl - Popkultur und Feminismus, eine Sammlung von Tine-Plesch-Texten. 

Donnerstag, 19. September 2013

I Fell In Love With A Song:

"Wild Tigers I Have Known" von Emily Jane White

Diesen Song habe ich schon vor geraumer Zeit entdeckt. Nämlich als ich den gleichnamigen Film von Cam Archer gesehen habe. Der Film lief 2006 beim Sundance Film Festival und irgendwann dann in meinem DVD-Player. Wild Tigers I Have Known handelt von einem 13-jährigen Jungen, der seine sexuelle Identität sucht und irgendwie auch findet. Der Film schwankt bisweilen ins phantastisch-poetische, was ihn manchmal wirklich nicht leicht greifbar, aber dennoch ergreifend macht. Produziert wurde der Film übrigens von Gus van Sant, der zum Beispiel durch seine Regiearbeit bei den Filmen Elephant und Paranoid Park bekannt sein dürfte. Wild Tigers I Have Known ist jedenfalls eine queere Filmempfehlung!

Samstag, 15. Juni 2013

MY DIY - Amelie Persson

In MY DIY geht es immer mal wieder um Menschen, die Dinge selbst machen. Zines zum Beispiel, Radiosendungen, Klamotten, Plattenlabels, Comics, Bands... die Range ist denkbar weit. Was schnell klar wird: DIY ist nicht gleich DIY. Der kleinste gemeinsame Nenner ist und bleibt aber das Selbermachen

Amelie
Eine von diesen Selbermacher_innen ist Amelie Persson. Wer differentneeds öfter mal liest, hat schon von ihr gehört. Neulich erst habe ich ihren SPAM-Comic vorgestellt. Und jetzt werde ich Amelie mal ein bisschen besser vorstellen. Amelie Persson ist Illustratorin und zeichnet eben Comics, Postkarten, Kalender... und sie setzt Aufträge um, zeichnet also für Magazine, Buchprojekte, Unternehmen... außerdem ist sie freie Autorin und moderiert beim nicht-kommerziellen Radiosender Radio X in Frankfurt die Sendung ScrambledX!

Sie bewegt sich mit ihrem Können also eher an der Schnittstelle zwischen DIY und Geldverdienen. Gestern habe ich mit ihr telefoniert und sie hat mir mehr erzählt zu ihrer Arbeitsweise und ihren Ideen und ihre Selbstverortung im weiten DIY-Feld .

dn: Amelie, erzähl doch mal: Wie kamst Du dazu, Dinge selbst zu machen?

ap: Eigentlich mache ich schon immer Sachen selbst. Das fing schon in meiner Kindheit an. Meine Eltern haben das Selbermachen gefördert. Für die Barbies beispielsweise wurde nicht alles fertig gekauft, sondern wir durften die Nähmaschine benutzen, um Kleider selbst zu nähen und haben einen alten Servierwagen zum mehrstöckigen "Barbietraumhaus" umfunktioniert. Ich konnte kreativ werden, weil ich mich ausprobieren durfte. Gemalt habe ich übrigens auch schon immer gerne!

Freitag, 7. Juni 2013

Gelesen: kiin zine und kiinbetween zine

Es ist nicht lange her, da fand ich im Briefkasten ausgesprochen schöne Post von Rotopolpress, einem kleinen Independent-Verlag aus Kassel. Rotopol hat sich auf Comics und Illustrationsbücher spezialisiert, verlegt und vertreibt aber auch Papierspielereien, Kalender, Postkarten und alles mögliche, das eben mit Illustrationen schöner wird. 

Unter anderem ist auch das vier Mal im Jahr erscheinende kiin Zine der Schwestern Kirsten Carina und Ines Christine Geisser bei Rotopol zuhause.... und das kiinbetween der beiden auch...

Dienstag, 28. Mai 2013

Gelesen: Frauen, die denken, sind gefährlich und stark von Stefan Bollmann

 Gut, der Titel ist ein wenig sperrig, ein wenig cheesy. Aber irgendwie hat sich diese Art von Titel für Stefan Bollmanns Bücher, fast kann man Reihe sagen, bewährt. Er hat nämlich schon über lesende und über schreibende Frauen geschrieben - jeweils mit analogen Gefährlichkeitszuschreibungen.

Sei es drum. Einmal aufgeschlagen erklärt sich der Sinn des Titels. Bollmann will nicht nur sagen, dass denkende Frauen eben gefährlich sind. Bisweilen leb(t)en sie auch gefährlich, wie er in der Einleitung direkt am Beispiel der Olympe de Gouges deutlich macht, deren Leben bekanntermaßen wegen ihrer fortschrittlichen Forderungen zur Anerkennung der Frau als Bürgerin auf der Guillotine beendet wurde. 

Freitag, 24. Mai 2013

Zum Angucken: Spam von Amelie Persson

Permanent zugespamt mit Werbung für Kredite, Diätmittelchen, Viagra, Brustvergrößerungen, Glücksspielchen und und und, hat sich Amelie Persson irgendwann gefragt, wer wohl hinter all diesem Mails steckt. Schließlich klingen die Absender_innen meistens recht seriös. Sie heißen Toby Crowe oder Barbara Keller oder Tilda Lawson. 

Und sie existieren nicht. Oder doch? Auf dieses Gedankenspiel lässt sich Amelie Persson ein. All die Namen hinter den Spam-Mails bekommen bei ihr ein Gesicht und eine Biographie. Sie haben besondere Essgewohnheiten, ungewöhnliche Hobbies, oder sammeln bloß Briefmarken. Sie sind jedenfalls immer mehr als bloß anonyme Namenshüllen.

Dienstag, 14. Mai 2013

Gelesen: Rosalie Blum von Camille Jourdy

Rosalie Blum heißt das zweite Comic von Camille Jourdy, das in Wirklichkeit ihr zweites, drittes und viertes ist. Denn ursprünglich ist die Geschichte von Rosalie Blum in drei Bänden erschienen. Reprodukt hat die wunderbar-wunderliche Geschichte von Claudia Sandberg übersetzen lassen und einen schönen Band herausgegeben.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

MY DIY - Mrs. Pepstein

In MY DIY stellen unregelmäßig Menschen ihre Projekte vor. Sie machen Zines , organisieren Shows, designen Klamotten, spielen in Bands, haben kleine Musiklabels ... alles kann, nichts muss. Hier kommen sie zu Wort und erzählen, warum sie das machen.

Dieses Mal gibt es bei MY DIY etwas auf die Ohren! Radio, Radio, Radio... Katja Röckel alias Mrs. Pepstein moderiert inzwischen seit sage und schreibe dreizehn Jahren die Sendung "Mrs. Pepsteins Welt" bei Radio Blau. Und zwar in feinster DIY-Manier!



Das Gesicht hinter der Stimme: Katja Röckel;
Photo: Steffi Loos
Warum sie das macht, hat sie im Februar Christina Mohr verraten. Das gesamte Interview ist auf Melodiva zu lesen. Die DIY-igsten Passagen jetzt hier:

"„Konntest“ du überhaupt Radio oder bist du ganz DiY-mäßig ins Business eingestiegen?
Ja, total learning-by-doing. Alles selbst erarbeitet. Natürlich gab es Leute, die mir das eine oder andere gezeigt haben, so ganz alleine geht das nicht, aber ich war schon als Kind begeisterte Radiohörerin und es war immer mein Traum, später im Radio zu arbeiten und deshalb hatte ich schon eine bestimmte Vorstellung, wie das so funktioniert. Allerdings musste ich dann auch schnell lernen, dass Radio ein sehr intensives „Hobby“ ist, das mehr Zeit in Anspruch nimmt, als man zunächst denkt. Übrigens: als ich anfing Radio zu machen, gab es noch keine digitale Schnittsoftware in unserem Radio und ich habe noch ganz oldschool analog mit Tonbandschnitt angefangen! 

Mittwoch, 1. August 2012

Gelesen: Decibel - Queens of Noise - Women in Metal

Das Cover der August-Ausgabe
des Decibel
Seit einiger Zeit habe ich regelmäßig die Gelegenheit einen Blick in das Decibel Magazine, eine US-amerikanische Metal-Zeitschrift, zu werfen. Ich lese dann mal mehr, mal weniger interessiert über Bands wie Baroness, Municipal Waste oder Converge. Richtig gekriegt hat mich das Decibel aber erst mit der August-Ausgabe. Titel-Thema: "Queens of Noise. Women in Metal". Auf dem Cover sind drei Protagonistinnen der Szene zu sehen (Laura Pleasants, Marissa Martinez und Mlny Parsonz) und zwar nicht in objektifizierender Pose, wie ich das schon Mal kurz für andere Musikzeitschriften angesprochen habe, sondern selbstbewusst und so von unten abgelichtet irgendwie auch mächtig.

Samstag, 24. Dezember 2011

Eine popkulturelle Herstory - 24: Madonna

Mit mehr als 380 Millionen verkauften Tonträgern gilt sie als die kommerziell erfolgreichste Sängerin der Welt. Ihre zehn Grammys, ihr Golden Globe und die 20 MTV Video Music Awards können sich auch sehen lassen. Ob sie mit den Mondmännern und den Grammophonen ihr Wohnzimmer schmückt? Hat Madonna so etwas Ordinäres wie ein Wohnzimmer überhaupt? 

Keine Ahnung. So oder so: Ihre Bedeutung für die Popkultur ist seit mittlerweile fast dreißig Jahren unbestritten. Dafür hat Madonna auch immer hart gearbeitet. Schon zu Schulzeiten nimmt die Klavier- und Tanzunterricht und beschließt, nach dem Abschluss Tänzerin zu werden. An der University of Michigan kann sie Tanz studieren. Um sich zu finanzieren verkauft sie Donuts und macht Nacktaufnahmen. 

Madonna kann sich in verschiedenen Tanzkompanien ausprobieren. Musikalisch zugute kommt ihr schließlich das Fürsprechen von Patrick Hernandez ("Born to Be Alive"). Er nimmt sie mit nach Paris. Hier verschafft ihr der DJ Mark Kamins einen ersten Plattenvertrag, der über das Backroundsingen hinaus geht. Von ihrer ersten selftitled LP bleibt vor allem "Holiday" im Gedächtnis.

Freitag, 23. Dezember 2011

Eine popkulturelle Herstory - 23: Kim Gordon

Im Riot Grrrl-ABC war schon von ihrer Band Free Kitten zu lesen. 

Aber das Multitalent Kim Gordon hat ja noch viel mehr gemacht! Sie singt, spielt Bass und Gitarre bei Sonic Youth, produziert aber auch andere Künstler_innen, führt Videoregie, schauspieler und designt Mode.

von Richard Kern
Als Tochter eines Soziologen und einer Schneiderin wächst sie zunächst in Rochester, New York auf. Aufgrund des Jobs ihres Vaters zieht die Familie aber irgendwann nach LA, wo Kim Gordon dann auch am Otis Art Institute studiert. Sie wechselt schließlich nach Toronto, was wohl die musikalischste Stadt Kanadas ist.

Nach ihrem Abschluss zieht es Kim Gordon trotzdem wieder nach New York, dieses Mal in den Big Apple. Über eine Freundin lernt sie Thurston Moore und Lee Ranaldo kennen. 1981 gründen die drei Sonic Youth. 

Kim ist aber auch in der und um die Riot Grrrl-Szene  aktiv. Mit Free Kitten werden Alben auf dem Label Kill Rock Stars released. Außerdem produziert sie die erste Hole-LP "Pretty on the Inside" (1991) mit (Courtney Loves Riot Grrrlism ist übrigens streitbar...).

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Eine popkulturelle Herstory - 22: Leia Organa

So viele Frauen gibt es ja im Star Wars-Universum nicht. Umso mehr fällt Prinzessin Leia Organa auf. Sie ist die Tochter von Padmé Amidala und Anakin Skywalker, also die Schwester von Luke Skywalker (das wissen die beiden aber zunächst nicht...).

Als junge Frau wird sie bei ihren Adoptiveltern Breha und Bail Organa zur Prinzessin von Alderaan. Ihr politisches Engagement wird gefödert. So wird sie zur jüngsten Senatorin überhaupt und regiert fortan Alderaan. Außerdem führt sie die Rebellen-Allianz im Galaktischen Bürgerkrieg an.  

Leia kann mit ihrem Blaster umgehen. Das verdankt sie ihrem Lehrer Giles Durane. Und das, obwohl sie eigentlich Pazifistin ist. Wenns aber hart auf hart kommt, schreckt sie auch vor Gewalt nicht zurück. Sie erwürgt Jabba the Hutt mit der Kette, mit der er sie als Sklavin festhält. 

In ihrem Buch "The Modern Amazons. Warrior Women On-Screen" (2006) charakterisieren Dominique Mainon und James Ursini Leia als "determined, forthright and somewhat sassy". Die beiden stellen auch nochmal heraus, dass Leia sich keinem Mann unterwirft, "even when in love". 

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Eine popkulturelle Herstory - 21: Sue Sylvester

Sue Sylvester gehört zum festen Figureninventar bei "Glee". Als Coach des Cheerleading Clubs an der William McKinley High School konkurriert sie mit dem Glee Club um die ohnehin geringen finanziellen Mittel der Schule.

Sue Sylvester nimmt ihre Rolle als Antagonistin des Glee Clubs sehr ernst. Sie schreckt vor nichts zurück: Gerüchte, Hänseleien, Sabotage... Jane Lynch, welche die Rolle der Sue spielt, charakterisiert Sue als "pure evil". Sues Mentalität ist die einer Gewinnerin. Und sie tut alles dafür, um zu gewinnen!

Die Figur ist aber auch nicht nur böse, wie zwischendurch immer wieder durchscheint. Sie opfert sich fast schon für ihre Cheerleader auf und kümmert sich zudem rührend um ihre Schwester Jean, die das Down-Syndrom hat. Wenn es ihr nützt, unterstützt Sue sogar den Glee Club. Aber immer nur kurz.

Als Sportlehrerin ist Sue immer im Adidas-Trainingsanzug zu sehen (Ja, in Stilfragen ist sie sich mit Missy Elliot einig). Aber auch sonst trägt sie immer Adidas: Abendkleider, Wintermäntel, Show-Outfits... alles ist bei Sue von Adidas (Ausnahme: das unten verlinkte Video... da verteilen sich die drei Streifen auf zwei Trainingsanzüge...). 

Dienstag, 20. Dezember 2011

Eine popkulturelle Herstory - 20: Lauryn Hill

Uh la la la - Lauryn Hill kommt im Januar in die Gegend hier. Warum eigentlich nicht auch über sie bloggen? Noch dazu heißt sie mit zweitem Namen "Noel", was ja auch irgendwie Weihnachten heißt. Passt also perfekt in einen Adventskalender.

Am 26. Mai 1975 kommt Lauryn Hill in South Orange, New Jersey zur Welt. Ihre Eltern sind Lehrerin und Programmierer. Sie lieben und leben Musik. Besonders die Motown-Sammlung der Eltern hat es Lauryn Hill angetan.

Schon 1988 gründet sie mit Wyclef Jean und Pras Michel The Fugees. Sie ruht sich aber nicht auf der Musik aus, sondern studiert nebenbei auch noch Geschichte.   

Die erste Fugees-LP "Blunted on Reality" (1994) ist zwar ein Kritiker_innenliebling, wird aber kein kommerzieller Erfolg. Ganz im Gegensatz zu "The Score" zwei Jahre später. 17 Millionen verkaufte Exemplare, damit jede Menge Platin und zwei Grammy-Awards sprechen für sich! Der Erfolg in Deutschland basiert wohl auch auf dem "Killing Me Softly"-Cover, das hier mehrere Wochen auf Platz eins der Charts ist. 

Montag, 19. Dezember 2011

Eine popkulturelle Herstory - 19: Alice im Wunderland

"Alice im Wunderland" (1865) ist eines der Kinderbücher, dass man auch als Erwachsene_r noch gut lesen kann. Geschrieben hat es der Brite Lewis Carroll.

Während ihre Schwester ihr vorliest, schläft Alice ein und träumt von einem weißen Kaninchen, dass zu spät kommt. Sie folgt ihm in den Bau und erlebt ein Abenteuer nach dem nächsten.
gezeichnet von John Tenniel

Alice wechselt mehrmals die Größe, feiert ihren Nichtgeburtstag mit dem verrückten Hutmacher und unterhält sich mit der Grinsekatze. Als sie die Herzkönigin trifft, wird sie zum Croquetspielen mit Flamingo-Schlägern aufgefordert und muss schließlich als Zeugin in einem Gerichtsprozess aussagen. Schließlich wacht sie auf.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Eine popkulturelle Herstory - 18: Daria Morgendorffer

Wenn man über coole Zeichentrick-Ladies schreibt, darf Daria nicht fehlen! Ursprünglich eine Nebenfigur bei Beavis & Butthead, gönnt ihr MTV von 1997 bis 2002 eine eigene Show.

Daria kann sich und ihre Beziehung zu anderen gut einschätzen: "I don't have low self-esteem... I have low esteem for everyone else." (Episode 1, Staffel 1).

Intelligenzbestie Daria lebt als Teenager in einem typischen amerikanischen Vorort. Sie geht zur Highschool. Eines ihrer größten Hobbies ist, gemeinsam mit ihrer arty Freundin Jane Lane über die lookistischen Mitschüler_innen herzuziehen. Darias kleine Schwester Quinn zählt übrigens auch zu ihnen. Vor ihren Freund_innen steht sie nicht zu ihrer Außenseiter-Schwester Daria. 

Daria fährt auf Janes großen Bruder, den Rocker Trent, ab. Sie merkt aber dann doch irgendwann, dass das nie mehr als einen Crush geben kann. Sie datet später lieber Tom Sloane, der ursprünglich mit Jane zusammen war.

Samstag, 17. Dezember 2011

Eine popkulturelle Herstory - 17: PJ Harvey

Polly Jean Harvey hat dieses Jahr mit "Let England Shake" ihr zehntes Solo-Album rausgebracht. In die UK-Charts steigt sie direkt auf Platz 8 ein, der zweite Top Ten-Erfolg nach "Rid of Me" 1993. Zum Album sind zwölf Kurzfilme von Seamus Murphy entstanden. 

PJ Harvey ist aber nicht immer solo unterwegs. Ihre musikalische Karriere beginnt mit der Band Automatic Dlamini. Hier spielt sie Gitarre und Saxophon und singt Back-Ups. Später wird sie sagen, dass es eine tolle Gelegenheit war, Bühnensicherheit zu gewinnen.

Aus dem Automatic Dlamini Projekt wird das PJ Harvey Trio und aus dem PJ Harvey Trio wird PJ Harvey. Sie legt großen Wert darauf, sich in ihrem künstlerischen Tun nicht zu wiederholen. "Because I'm in this for learning." 

PJ Harvey hangelt sich vom Rock zu Pop zu Electronice zu Folk. Die vielen Instrumente, die sie spielt, bieten immer wieder neue Variationen. Die Neuerfindungen breiten sich auch auf ihr Outfit aus. Mal knapp und bunt, dann wieder lang und schwarz - die Outfits konzipiert sie mit ihrer langjährigen Freundin Maria Monchnacz