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Sonntag, 11. Mai 2014

Gelesen: Grrrls in Subculture #1 & #2

Das Trust Zine spülte mir vor kurzem das Grrrls-in-Subcultures-Zine in die Twitter-Timeline (Danke dafür!). Zinester Uzi schafft in Blog und Zine Raum für Grrrls und Ladies in der Punk- und Hardcoreszene. Eigene Erfahrungen, Interviews, Reviews, Anspieltipps... Grrrls in Subcultures ermöglicht einen Überblick aus weiblicher Perspektive, macht auf coole Projekte mit weiblicher Beteiligung aufmerksam und denkt dabei die mögliche Stigmatisierung der Frau als das Andere durch den gewählten Fokus immer mit. (Darüber habe ich ja hier auch schon mal nachgedacht.)

Dienstag, 15. Oktober 2013

Blattkritik: Die Preziöse #2

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die erste Ausgabe des Magazinprojekts Die Preziöse erschienen ist. Im Mai erschien die Nummer, die ich auch hier im Blog besprochen habe. Kurzer Recap: Auf 112 Seiten fand sich eine bunte Mischung aus Themen und Schreibstilen für Leser_innen mit verschiedenem Vorwissen, allesamt dem Untertitel "queeres Gesellschaftsmagazin" unterzuordnen. Der Eindruck schwankte zwischen DIY-Zine und professionellem (nicht glänzendem) Hochglanzmagazin aus dem Bahnhofsbuchhandel.

Und das fand ich grad gut, Die Preziöse war im Bahnhofsbuchhandel verfügbar. Ja, richtig - war. Inzwischen ist die zweite Ausgabe erschienen und sie fand den Weg zu mir dieses Mal per Post. In den Bahnhöfen der Welt ist Die Preziöse leider nicht mehr verfügbar. Was viele nicht wissen: Der Bahnhofsbuchhandel fordert feste Zusagen für Veröffentlichungstermine und auch ganz gut Geld, damit die Zeitschrift zum Verkauf angeboten werden kann. Das sind Voraussetzungen, die vor allem für kleine Magazine nicht leicht erfüllbar sind. Und so gibt es manche Magazine von vornherein nur im gut sortierten Fachhandel oder online... und Die Preziöse muss jetzt leider den Schritt zurück gehen und sich ebenfalls auf andere Vertriebswege konzentrieren. (Am einfachsten ist das Magazin sicher über die eigene Homepage zu beziehen, dort können auch Abos abgeschlossen werden.)

Sonntag, 29. September 2013

Gelesen: Rebel Girl - Popkultur und Feminismus von Tine Plesch

aus dem Missy Magazine
Tine Plesch gehört zu den Persönlichkeiten, die mich inspirieren, obwohl ich sie nie getroffen habe. Und es gibt keine Chance, dass sich das nochmal ändert, denn Tine Plesch, Musikjournalistin und Autorin, ist 2004 verstorben. 

Inspirieren kann sie mich trotzdem weiterhin mit den Text- und Tondokumenten, die sie hinterlassen hat. Ihre Gedanken zu Pop und Feminismus, Literatur und Musik sind unter anderem in der Jungle World, der testcard und dem Nürnberger Abendblatt erschienen. Einiges davon ist frei im Netz verfügbar und das ist schön. Ohne große Hürden kann sich der_die Interessierte durch Tine Pleschs Arbeit klicken, sich mitgeschnittene Vorträge anhören und von ihr verfasste Texte lesen.

Das Problem mit diesen Online-Sachen ist allerdings immer, dass man sie sich nicht besonders gut ins Regal stellen kann. Und da kommt Tine Pleschs alte Heimat, der Ventil-Verlag ins Spiel. Von 1999 bis zu ihrem Tod war sie Mitherausgeberin der testcard, die ja bekanntermaßen in dem Mainzer Verlag erscheint. Und ganz frisch ebenda herausgekommen ist Rebel Girl - Popkultur und Feminismus, eine Sammlung von Tine-Plesch-Texten. 

Freitag, 13. September 2013

Gelesen: Glückwunsch, Du bist ein Mädchen von Sonja Eismann, Chris Köver und Daniela Burger

Eine Anleitung zum Klarkommen

Nachdem die Ladies vom Missy Magazine vor etwa einem Jahr das Mach's selbst - DIY für Mädchen herausgegeben haben, legen sie jetzt nach. Glückwunsch, Du bist ein Mädchen - Eine Anleitung zum Klarkommen heißt der zweite Streich, den Sonja Eismann, Chris Köver und Daniela Burger gemeinsam herausgeben. 

Wieder dezidiert für Mädchen* geschrieben und der Einsicht geschuldet, dass ein Mädchen zu sein "verdammt toll und zugleich ganz schön vertrackt" sein kann, versuchen sich die Autorinnen jetzt als Cathys und Claires und Dr. Sommers, wenn auch ohne direkten postalischen Auftrag. In sechs Kapiteln werden die Themen "Mädchen sein", "Freundschaft und Mädchensolidarität', "Körper und Schönheit", "Mode", "Sexualität" und "Sport" verhandelt. Zweifelsohne sind das alles Schwerpunkte, die im Leben, mindestens aber in den Gedanken von Mädchen und jungen Frauen ab 12 vorkommen. Dabei ist Glückwunsch, Du bist ein Mädchen not just another Ratgeber. 

Montag, 19. August 2013

Gelesen: Das Erbe von Rutu Modan

Schweden als Sehnsuchtsort - friedlich, idyllisch, natürlich, fern von allen Problemen - das ist der zeichnerische Rahmen von Rutu Modans Graphic Novel Das Erbe. Warum die Berge, der See, die kleinen Holzhäuser und die schwedische Flagge den Vor- und Nachsatz zieren ist nicht von Beginn an klar. Schließlich geht es um eine jüdische Familiengeschichte, die Modan da teilweise autobiographisch ausbreitet. Eine Geschichte, die irgendwann mal in Warschau begann, die von der Emigration nach Israel und einer Liebesgeschichte erzählt. Ausgangspunkt der Erzählung ist aber die genau umgekehrte Bewegung. 

Mittwoch, 7. August 2013

Gelesen: Auf, auf und davon von Nina Kaun

Bei Rotopolpress in Kassel passiert viel Schönes. Die kiin-Zinesters Kirsten Carina und Ines Christine haben da eine Heimat, Comics erscheinen, Papierspiele werden vertrieben, Ausstellungen organisiert. Und obwohl die Verlags-Chef_innen selbst Absolvent_innen der Kunsthochschule Kassel sind, ist eine Verbindung zum Illustrationsstudiengang dort sicher keine Voraussetzung, um bei Rotopol unterzukommen. Schaden tut es aber sicher auch nicht. Es finden sich viele Kasseler Illustrator_innen im Verlagsprogramm.

So auch Nina Kaun, die 2011 ihren Abschluss in Visueller Kommunikation gemacht hat. Noch während ihrer Studienzeit hat sie "Auf, auf und davon" geschrieben und illustriert.

In zwei Erzählsträngen berichtet die Erzählerin in anekdotenhaften Worten und dramatischen Bildern von unverhofften Trennungen. Die Kindheitserinnerung an den geliebten Vogel ist dabei nicht weniger tragisch, als die Geschichte um eine endende Liebe.

Donnerstag, 1. August 2013

Gelesen: HRVST:Youth

Also, dass mich dieses Hardcore-Punk-Unity-Gequatsche so richtig mitgerissen hat, ist schon eine Weile her. Neulich während der Madball-Show beim Essen Nord Open-Air ist mir das nochmal sehr klar geworden. DIE eine Szene gibt es nicht. Da kann Freddy noch so oft von "family" reden. 

Trotzdem gibt es auch nach über zehn Jahren "in der Szene" immer mal wieder dieses heimelige Gefühl. Immerhin sind sehr gute Freundschaften und spannende Bekanntschaften gewachsen und das eine oder andere Projekt reißt nach wie vor mit. (Orbit The Earths LP Aphelion zum Beispiel. Ein Review von mir wird es in der kommenden testcard geben...)

Das sind Projekte, in die Menschen ihr Herzblut stecken, mit denen ich mich irgendwie verbunden fühle, weil ich weiß, dass wir durch die Musik und das Drumherum irgendwie eine ähnliche Basis haben. Auch das HRVST ist so ein Herzblut-DIY-Projekt. Unter das Motto "one issue. one topic. strong hearts and minds to define" haben Hendrik Thiele und Sebastian Thauer schon die erste Ausgabe mit dem Titel "Death" gestellt. Im Frühjahr ist dann endlich die zweite Ausgabe erschienen. Konsequenterweise versuchen sie damit das andere Ende der Skala abzudecken: "Youth" ist das übergeordnete Thema, dem sich wieder zahlreiche Punk- und Hardcore"kids" in Text- und Bildbeiträgen widmen.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Gelesen: Das Spiel der Schwalben von Zeina Abirached

1987 herrscht Bürgerkrieg im Libanon. Die Stadt Beirut ist in zwei Teile geteilt - einen christlichen und einen muslimischen. Die Demarkationslinie trennt Stadtteile, Straßengemeinschaften, Familien. Wer von A nach B kommen will, sieht sich mit Straßensperren und Scharfschützen konfrontiert. Passant_innen werden streng kontrolliert und willkürlich behandelt. Die Bewohner_innen Beiruts passen sich der schwierigen Situation an. Aus dem ursprünglich unkomplizierten Weg, den es bei einem Verwandtenbesuch zurückzulegen gilt, wird eine Coreographie aus Schleichen, Rennen, Ducken, Warten, Sprinten. 

Die Comic-Autorin Zeina Abirached hat das alles als Kind erlebt und verarbeitet diese Erfahrungen seit geraumer Zeit in autobiographischen Kurzcomics und Graphic Novels. Das Spiel der Schwalben (Avant-Verlag 2013) ist ihre erste Graphic Novel, die in deutscher Sprache erschienen ist.

Freitag, 7. Juni 2013

Gelesen: kiin zine und kiinbetween zine

Es ist nicht lange her, da fand ich im Briefkasten ausgesprochen schöne Post von Rotopolpress, einem kleinen Independent-Verlag aus Kassel. Rotopol hat sich auf Comics und Illustrationsbücher spezialisiert, verlegt und vertreibt aber auch Papierspielereien, Kalender, Postkarten und alles mögliche, das eben mit Illustrationen schöner wird. 

Unter anderem ist auch das vier Mal im Jahr erscheinende kiin Zine der Schwestern Kirsten Carina und Ines Christine Geisser bei Rotopol zuhause.... und das kiinbetween der beiden auch...

Dienstag, 28. Mai 2013

Gelesen: Frauen, die denken, sind gefährlich und stark von Stefan Bollmann

 Gut, der Titel ist ein wenig sperrig, ein wenig cheesy. Aber irgendwie hat sich diese Art von Titel für Stefan Bollmanns Bücher, fast kann man Reihe sagen, bewährt. Er hat nämlich schon über lesende und über schreibende Frauen geschrieben - jeweils mit analogen Gefährlichkeitszuschreibungen.

Sei es drum. Einmal aufgeschlagen erklärt sich der Sinn des Titels. Bollmann will nicht nur sagen, dass denkende Frauen eben gefährlich sind. Bisweilen leb(t)en sie auch gefährlich, wie er in der Einleitung direkt am Beispiel der Olympe de Gouges deutlich macht, deren Leben bekanntermaßen wegen ihrer fortschrittlichen Forderungen zur Anerkennung der Frau als Bürgerin auf der Guillotine beendet wurde. 

Dienstag, 14. Mai 2013

Gelesen: Rosalie Blum von Camille Jourdy

Rosalie Blum heißt das zweite Comic von Camille Jourdy, das in Wirklichkeit ihr zweites, drittes und viertes ist. Denn ursprünglich ist die Geschichte von Rosalie Blum in drei Bänden erschienen. Reprodukt hat die wunderbar-wunderliche Geschichte von Claudia Sandberg übersetzen lassen und einen schönen Band herausgegeben.

Freitag, 3. Mai 2013

Gelesen: Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen von Frank Spilker


Endlich habe ich auch wieder viel Zeit in Ruhe zu lesen. Dabei hätte ich die für den neuen Spilker-Roman gar nicht gebraucht. Mit knapp 160 Seiten ist man ja schnell durch

Frank Spilker? Ja, das ist der Sänger der Band Die Sterne. Und ja, das ist auch der Typ, der immer wieder durch seine intergeren Kommentare zu unheimlicher Deutschtümelei im Pop auffällt (zum Beispiel im Rahmen der I Can't Relax in Deutschland-Kampagne und jüngst auch in seinen Kommentaren zu Freiwild). Sympathischer Kerl jedenfalls, der gut und gerne Songtexte schreibt. Wieso sollte der nicht auch einen Roman schreiben? Hat er sich wohl auch gedacht. 

In einem Radio-Gespräch mit Johnny ussler von Spreeblick erzählt Spilker, dass sein Schreiben eigentlich immer mit dem Aufschreiben von gut anmutenden Sätzen losgeht. Gesammelt wird dann auf Bierdeckeln und in Notzizbüchern.

Freitag, 14. September 2012

Brigitte und der Perlenhort von Aisha Franz

In Zukunft werde ich beim Aufschnappen des Namens "Brigitte" nicht mehr ausschließlich an die gleichnamige deutschsprachige Frauenzeitschrift oder an die französische Ikone Brigitte Bardot denken. Nein, dank Aisha Franz hat sich mein Brigitte-Paradigma um eine Hunde-Geheimagentin erweitert.

Schon im Welpenalter muss Brigitte auf eigenen Beinen stehen. Auf zweien, wohlgemerkt. Denn Brigitte ist keine normale Hündin. Brigitte ist zu Höherem bestimmt. Sie arbeitet für den Geheimdienst. Ihre einzige Schwäche, die Liebe, versucht sie mit "Love Pills" in Schach zu halten.

Ihre Aufgabe: "Sie soll die 'Margarita', eine sagenumrankte Perlenmuschen von unschätzbarem Wert, vor den gierigen Händen eines Mafia-Bosses bewahren", wie es auf dem Umschlag heißt. 

Sonntag, 26. August 2012

Gelesen: "Mach's selbst - Do it Yourself für Mädchen"

Neues von den Missy Magazine-Macherinnen Chris Köver und Sonja Eismann: Ein DIY-Buch für Mädchen! Empowerment pur für eure kleinen Schwestern, Cousinen und Nichten... und letztlich auch für große Mädchen inspirierend! 

Mit "Mach's selbst" versammeln Chris und Sonja die Basics des DIY, angefangen bei der Frage, warum es überhaupt Sinn macht, Sachen selbst zu machen. Der Spaß steht an allererster Stelle! Warum soll man immer nur konsumieren, wenn man die Dinge relativ einfach selbst in die Hand nehmen kann? Guerilla Gardening, einen Platten flicken, Platten ineinander mischen, Parties organisieren, Geschenke basteln, Bands gründen, Comics zeichnen... die Liste an Aktionen, die in einfachen Worten erklärt werden ist schier endlos! 

Mittwoch, 8. August 2012

Roxanne & George von Carolin Walch

Im März schon ist Carolin Walchs Graphic Novel Debüt bei Reprodukt erschienen. Es begnügt sich nicht mit einem Namen, sondern trägt lieber gleich mal zwei: Roxanne & George. Schon außen präsentiert es sich in einem gewissen Bling-Bling-Chic und spart nicht mit glänzendem Gold.

Das Bling-Bling-Thema zieht sich in all seinen Facetten durch das gesamte Comic. Irgendwie ist es eine Mischung aus "Meet the Osbournes", "The Story of Anvil" und "Paris Hiltons My New BFF". Auch, wenn das anfangs etwas merkwürdig klingt: Das Mash-Up aus Metal-Nostalgie und It-Girl-Hipstertum gelingt gut. 

Carolin Walch verknüpft also zwei Haupthandlungen miteinander: die Reunion der Band Hell Patrol, die eine dramatische Vergangenheit aufarbeiten muss und die Freundschaft zweier Hollywood-Kids, die fürs Erwachsenwerden gern die Schleife über Koks-Parties und Magazin-Cover nehmen. 

Mittwoch, 1. August 2012

Gelesen: Decibel - Queens of Noise - Women in Metal

Das Cover der August-Ausgabe
des Decibel
Seit einiger Zeit habe ich regelmäßig die Gelegenheit einen Blick in das Decibel Magazine, eine US-amerikanische Metal-Zeitschrift, zu werfen. Ich lese dann mal mehr, mal weniger interessiert über Bands wie Baroness, Municipal Waste oder Converge. Richtig gekriegt hat mich das Decibel aber erst mit der August-Ausgabe. Titel-Thema: "Queens of Noise. Women in Metal". Auf dem Cover sind drei Protagonistinnen der Szene zu sehen (Laura Pleasants, Marissa Martinez und Mlny Parsonz) und zwar nicht in objektifizierender Pose, wie ich das schon Mal kurz für andere Musikzeitschriften angesprochen habe, sondern selbstbewusst und so von unten abgelichtet irgendwie auch mächtig.

Freitag, 20. April 2012

Gelesen: Sickster versus Zuckerbabys

 "Pop, pop, pop goes the world"... und das nicht erst seit Leslie Fiedlers Aufsatz "Cross the Border - Close the Gap", welcher 1968 im Playboy veröffentlicht wurde (Und schon gar nicht erst seit Gossip). Da gab es so Romane wie "On the Road" von Kerouac (1957) und "Naked Lunch" von Burroughs (1959) schon längst. Fiedler gibt dem Kind dann eben noch einen Namen: Pop! 

So viel zur kurz-kurz-Fassung. Seitdem ist viel passiert, auch, was den deutschsprachigen Pop-Roman angeht. Andreas Mand, Thomas Brussig, Benjamin von Stuckrad-Barre, Christian Kracht und und und. Auch wenn bei weitem nicht alle Romane der genannten der Pop-Literatur zuzuordnen sind, haben sie sicher doch dazu beigetragen, dass die Pop-Literatur inzwischen etablierter Teil der Lesekultur ist. (Wer sich für diesen Teil der Geschichte besonders interessiert, dem sei Moritz Baßlers Buch "Der deutsche Pop-Roman. Die neuen Archivisten" ans Herz gelegt.)

Sonntag, 15. April 2012

Gelesen: EMMA-Dossier zu Frauen in Studium und Wissenschaft

18 Prozent. Was für die FDP wohl immer unerreichte Utopie bleiben wird, ist für die Frauen in der Wissenschaft Wahrheit. Allerdings gibt es für sie keinen Grund, sich über die 18 Prozent zu freuen. Denn die 18 Prozent stehen für die Anzahl von weiblich besetzten Professuren in Deutschland.

Für Leute, die wie ich, eine Geisteswissenschaft studieren, mag das nach wenig klingen, sind in diesem Bereich doch relativ viele Frauen in hohen Positionen vertreten. Aber ein Blick in Institute jenseits der Germanistik etc. zeigt, dass dort vor allem Männer die Professuren besetzen. Und auch die Rektor_innenposten an deutschen Hochschulen werden laut EMMA vor allem von ihnen besetzt (89 Prozent).