Posts mit dem Label MY DIY werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label MY DIY werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 11. Mai 2014

Gelesen: Grrrls in Subculture #1 & #2

Das Trust Zine spülte mir vor kurzem das Grrrls-in-Subcultures-Zine in die Twitter-Timeline (Danke dafür!). Zinester Uzi schafft in Blog und Zine Raum für Grrrls und Ladies in der Punk- und Hardcoreszene. Eigene Erfahrungen, Interviews, Reviews, Anspieltipps... Grrrls in Subcultures ermöglicht einen Überblick aus weiblicher Perspektive, macht auf coole Projekte mit weiblicher Beteiligung aufmerksam und denkt dabei die mögliche Stigmatisierung der Frau als das Andere durch den gewählten Fokus immer mit. (Darüber habe ich ja hier auch schon mal nachgedacht.)

Samstag, 15. Juni 2013

MY DIY - Amelie Persson

In MY DIY geht es immer mal wieder um Menschen, die Dinge selbst machen. Zines zum Beispiel, Radiosendungen, Klamotten, Plattenlabels, Comics, Bands... die Range ist denkbar weit. Was schnell klar wird: DIY ist nicht gleich DIY. Der kleinste gemeinsame Nenner ist und bleibt aber das Selbermachen

Amelie
Eine von diesen Selbermacher_innen ist Amelie Persson. Wer differentneeds öfter mal liest, hat schon von ihr gehört. Neulich erst habe ich ihren SPAM-Comic vorgestellt. Und jetzt werde ich Amelie mal ein bisschen besser vorstellen. Amelie Persson ist Illustratorin und zeichnet eben Comics, Postkarten, Kalender... und sie setzt Aufträge um, zeichnet also für Magazine, Buchprojekte, Unternehmen... außerdem ist sie freie Autorin und moderiert beim nicht-kommerziellen Radiosender Radio X in Frankfurt die Sendung ScrambledX!

Sie bewegt sich mit ihrem Können also eher an der Schnittstelle zwischen DIY und Geldverdienen. Gestern habe ich mit ihr telefoniert und sie hat mir mehr erzählt zu ihrer Arbeitsweise und ihren Ideen und ihre Selbstverortung im weiten DIY-Feld .

dn: Amelie, erzähl doch mal: Wie kamst Du dazu, Dinge selbst zu machen?

ap: Eigentlich mache ich schon immer Sachen selbst. Das fing schon in meiner Kindheit an. Meine Eltern haben das Selbermachen gefördert. Für die Barbies beispielsweise wurde nicht alles fertig gekauft, sondern wir durften die Nähmaschine benutzen, um Kleider selbst zu nähen und haben einen alten Servierwagen zum mehrstöckigen "Barbietraumhaus" umfunktioniert. Ich konnte kreativ werden, weil ich mich ausprobieren durfte. Gemalt habe ich übrigens auch schon immer gerne!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

MY DIY - Mrs. Pepstein

In MY DIY stellen unregelmäßig Menschen ihre Projekte vor. Sie machen Zines , organisieren Shows, designen Klamotten, spielen in Bands, haben kleine Musiklabels ... alles kann, nichts muss. Hier kommen sie zu Wort und erzählen, warum sie das machen.

Dieses Mal gibt es bei MY DIY etwas auf die Ohren! Radio, Radio, Radio... Katja Röckel alias Mrs. Pepstein moderiert inzwischen seit sage und schreibe dreizehn Jahren die Sendung "Mrs. Pepsteins Welt" bei Radio Blau. Und zwar in feinster DIY-Manier!



Das Gesicht hinter der Stimme: Katja Röckel;
Photo: Steffi Loos
Warum sie das macht, hat sie im Februar Christina Mohr verraten. Das gesamte Interview ist auf Melodiva zu lesen. Die DIY-igsten Passagen jetzt hier:

"„Konntest“ du überhaupt Radio oder bist du ganz DiY-mäßig ins Business eingestiegen?
Ja, total learning-by-doing. Alles selbst erarbeitet. Natürlich gab es Leute, die mir das eine oder andere gezeigt haben, so ganz alleine geht das nicht, aber ich war schon als Kind begeisterte Radiohörerin und es war immer mein Traum, später im Radio zu arbeiten und deshalb hatte ich schon eine bestimmte Vorstellung, wie das so funktioniert. Allerdings musste ich dann auch schnell lernen, dass Radio ein sehr intensives „Hobby“ ist, das mehr Zeit in Anspruch nimmt, als man zunächst denkt. Übrigens: als ich anfing Radio zu machen, gab es noch keine digitale Schnittsoftware in unserem Radio und ich habe noch ganz oldschool analog mit Tonbandschnitt angefangen! 

Donnerstag, 2. Februar 2012

MY DIY - DU HASST GUT REDEN

In MY DIY stellen unregelmäßig Menschen ihre Projekte vor. Sie machen Zines , organisieren Shows, designen Klamotten, spielen in Bands, haben kleine Musiklabels ... alles kann, nichts muss. Hier kommen sie zu Wort und erzählen, warum sie das machen. Heute mit den Jungs von DU HASST GUT REDEN und TOMORROW THE WORLD. 

"Wir sind Marcus und Rene aus Nürnberg. Seit ein paar Jahren organisieren wir unter dem Namen „TOMORROW THE WORLD“  Hardcore Shows in unserer Stadt. Grundsätzlich machen wir aber nur Shows auf die wir richtig Bock haben. Deshalb kann es auch sein, dass sich zum Beispiel immer wieder melodischer Punk/Hardcore oder Songwriter Musik in unseren Veranstaltungsplan mogelt.

Donnerstag, 5. Mai 2011

MY DIY - Herder vom Three Chords

Photo: Herder
Fanzines gibt es schon ewig. Fußballzines, Star Trek Zines, Comiczines, Perzines.  Einige habe ich euch schon im Rahmen des Riot Grrrl-ABC vorgestellt (Schau mal hier, hier, hier, hier, oder hier). Selbstredend gibt es auch im Hardcore und Punk zahlreiche. Zuletzt habe ich das Tofukatze-Zine gereviewt. Ein Zine, welches mich schon seit geraumer Zeit begleitet, ist das Three Chords. Hardcore, Punk, Skateboarding - das sind wohl so die Hauptthemen. In gut geschriebenen Kolumnen, Reviews, Interviews... werden aber durchaus auch mal andere Themen angeschnitten. Wenn Du mehr zum Three Chords wissen willst, dann schau mal hier

Einer der Macher des Three Chords ist Herder. Intern wird er gern Pressesprecher genannt und ich finde, er macht seinen Job ganz gut. Sein MY DIY jedenfalls gefällt mir. Seit kurzem bloggt er  übrigens auf urbanwaste.blogspot.com. Mehr MY DIY!

Donnerstag, 28. April 2011

MY DIY - Martina Lenzin

MY DIY ist eine Rubrik, welche die unterschiedlichen Facetten des DIY sowie die Weiterentwicklung dessen beleuchten soll. Dazu lasse ich auf differentneeds verschiedene Menschen zu Wort kommen, die ich alle auf die eine oder andere Weise spannend finde. 

Photo: Janna Wendt
Heute ist Martina Lenzin dran. Hier habe ich vor kurzem ihr Comic rpm gereviewt. Sie zeichnet gern, viel und - was sie von mir unterscheidet - gut! Wenn Du ein bisschen was von ihr sehen willst, schau mal auf ihrem Blog vorbei. Außerdem singt und spielt sie in der Hamburger Band Honeyheads.

Martinas Statement zu MY DIY ist wiederum anders, als alle bisher da gewesenen. Sie hat in ihrer Diplomarbeit, deren Ergebnis wiederum auch rpm ist, über DIY geschrieben.  Sie bezieht sich, wie auch im Comic, vor allem auf die Thatcher-Zeit. Der Titel der Arbeit lautet "Revolutions Per Minute – Wie Post-Punk uns vorgemacht hat, unsere eigenen Verleger zu sein." Hier kommt der Teil, der für MY DIY besonders spannend ist:

"“We did not enjoy any other girl images that were around so we stripped down all the conditioning and Punk helped us to do that.” (Ari Up/ The Slits 1) Man muss kein Instrument beherrschen, keinen bestehenden harmonischen oder rhythmischen Schemata folgen, sich keinerlei Industrie anbiedern und dennoch heißt das nicht, dass man alles ablehnen, alles niederreißen oder vergessen muss, um sich musikalisch auszudrücken. Schlichter: Man kann alles tun! “Make a statement and be done.” (Lee Ranaldo/ Sonic Youth 2) Alles in die Hand nehmen, alles in der Hand umdrehen, hinterfragen, es nach eigenem Bedarf und eigens erworbenem Umgang anwenden! 

Donnerstag, 21. April 2011

MY DIY - Chris von lostinsabbath

MY DIY ist eine Sammlung von Ideen rund um DIY, verfasst von Menschen, die ich alle auf die eine oder andere Art spannend finde, die Dinge selbst machen, ob im klassischen DIY-Ethos und in dessen Weiterentwicklung.

Heute ist Chris am Start. Er bloggt auf lostinsabbath.blogspot.com und http://www.cvltnation.com/, spielt Gitarre bei Goldust und hat bereits diverse Zines auf den Weg gebracht (Final Expression, No Comment...). Ich warne Dich: Er flucht ziemlich viel. Dennoch oder gerade deswegen - viel Spaß beim Lesen!

Photo: privat
"Niemand da draußen wartet auf Dich. Niemand lauert darauf, Dir zu helfen und Deine Ideen zu verwirklichen. Kein Mensch interessiert sich für das was Du machen könntest oder machen willst. Kein Mensch ist von Deinen Ideen und Vorstellungen so beeindruckt, dass er/sie völlig selbstlos alles daransetzt, Dir zu helfen. Du stehst mit Deinem Leben völlig alleine da, und niemand, ich wiederhole, NIEMAND gibt etwas darauf, was Du willst und was Du Dir wünschst. Du denkst, es wäre jemanden daran gelegen, Deine Gedanken zu erraten? Dir zu helfen? Vergiss es. Du bist allein, und wenn es Dich nicht gäbe, würde das prinzipiell auch niemanden stören, zumindest insofern es Dich nie gegeben hätte. Klinge ich wie einer dieser superhippen Wichser, die in Scharen ins Dickicht der Städte ziehen, um ihren vermeintlichen Nihilismus auszuleben? (Was, nebenbei bemerkt, ohnehin ein Paradoxon ist.) Mag sein.

Montag, 11. April 2011

MY DIY - Lena Schröder

In der Rubrik MY DIY stelle ich euch jetzt regelmäßig Menschen vor, die ich spannend finde, weil sie Dinge selbst machen, selbst gemacht haben, zu machen planen oder oder. Dinge definiere ich dabei nicht unbedingt als "Anfassbares", auch Organisationskram, Blogs, Musik etc. sind hier Thema. Dabei sollen die Protagonist_innen selbst zu Wort kommen.

Heute ist Lena dran! Lena Schröder macht für ihr Klamottenlabel Trinkhallen Schickeria Schmuck, Kleidung, Taschen und und und selbst, recycled unter dem Namen Can You Keep A Secret Mode von gestern und vor-vor-gestern und organisiert seit geraumer Zeit den Kölner Supermarkt. Aber lest am besten selbst:

Photo: Sandra Stein
"Hm, also wo das mit dem selbst machen wollen herkam, weiß ich eigentlich überhaupt nicht, ich weiß nur, dass es plötzlich da war.

Ich mochte es schon immer mir mit handwerklichen Sachen die Zeit zu vertreiben, hab mir in der Schulzeit Klamotten abgeändert und irgendwann eigene Ideen komplett umgesetzt. Auf dem Fluff-Festival in Tschechien, hab ich zum erstem Mal neben Plattenständen gesehen, dass  jemand handgemachten Schnickschnack auf einer Decke zum kaufen angeboten hat und hatte plötzlich auch Lust Sachen für andere Leute zu machen. Letztendlich saß ich mit den Sachen dann doch nie auf einem Festival auf einer Decke...irgendwie hat es sich ergeben, dass ich in Frankfurt einen Laden fand, der Lust hatte Trinkhallen Schickeria auf Kommission auszuprobieren.Das lief gut und so hat alles angefangen.

Mittwoch, 6. April 2011

MY DIY - Robert Schulze

Nach dem Riot Grrrl ABC ist MY DIY die nächste Fortsetzungsrubrik! Spannende Menschen aus verschiedenen Bereichen berichten über ihre Erfahrungen mit DIY und ihre Ideen rund ums Thema.

Heute ist Robert dran. Er lebt in Berlin, singt in der Band Zann, führt gemeinsam mit Stefan den Plattenladen Bis auf's Messer und auf dem Label Adagio 830 bringt er Platten raus.

Photo: privat
"DIY ist mir sehr wichtig. Ich mochte es noch nie, andere immer um Hilfe zu bitten. Ich denke das Fehler machen immer ein Bestandteil von DIY ist, aber man lernt eben aus diesen auch. Ich wollte schon immer Sachen selbst entdecken und in die Hand nehmen. Natürlich lernt man aus Gesprächen mit anderen und tauscht sich aus, aber ich wollte immer selbst Kontrolle über die Dinge haben, die ich mache und das habe ich mir auch bewart. Das Label läuft zu 90% über Eigenvertrieb und das ist auch gut so. DIY ist ein Bestandteil meines Lebens. DIY heisst für mich aber nicht, selbstausbeuterisch zu arbeiten und unprofessionell zu arbeiten. DIY heisst für mich Kontrolle über die Dinge zu haben und Sachen selbst in die Hand zu nehmen und wenn Fehler passieren, diese bei sich selbst zu suchen und dafür Verantwortung zu übernehmen."

Und als nächstes erzählt Lena Schröder von Trinkhallen Schickeria von ihren DIY-Erfahrungen!

Donnerstag, 31. März 2011

MY DIY - Bernadette LaHengst

MY DIY ist nach dem Riot Grrrl-ABC eine neue Fortsetzungsrubrik auf differentneeds. Spannende Menschen werden über ihre Erfahrungen mit DIY und ihre Ideen dazu schreiben. 

Den Anfang macht die Sängerin Bernadette LaHengst. In den 1990ern bespielte sie mit ihrer Band Die Braut haut ins Auge die Bühnen dieser Welt. Inzwischen ist sie solo unterwegs, arbeitet bei vielen Projekten aber immer noch äußerst gern mit anderen Künstler_innen und Ideenmenschen zusammen. Dieser Text zu DIY ist schon 2008 entstanden. Bernadette hatte ihn ursprünglich für ein Zine geschrieben, was ich machen wollte. Das ist allerdings nie herausgekommen. Dann eben jetzt und hier: 

 
Photo: Bernadette Hengst und Pastor Leumund (2008)
"Erstmal das was es heisst: Do It Yourself! Das heisst, lass dir von niemandem, erzählen, was professionell und künstlerisch wertvoll ist, wie man sich am besten verkauft und in den Markt hinein passt. Sondern finde es selber heraus. Ob sich das dann verkauft und ob das wichtig ist für dein Leben, ist immer noch eine andere Sache, die man im Laufe seines Lebens herausfinden muss, aber das wesentliche ist, herauszufinden, was man mit seinem Leben machen will, also auch wie man das was man sieht und hört und erlebt, künstlerisch umsetzen will. Das fing bei mir damit an, daß ich nach 10 Jahren klassischem Klavierunterricht keine Lust mehr hatte, Kompositionen von anderen zu spielen und mir selber Gitarre spielen beigebracht habe, um auf andere Ideen zu kommen und um meinen Gesang damit zu begleiten. Dann hab ich Jahrelang in meiner Jugend Strassenmusik gemacht, meistens alleine und ohne viel know how. Ich hab mich ausprobiert, und damit meine Stimme und meinen Spass gefunden, auf Bühnen zu stehen und mit dem Publikum zu kommunizieren. Ähnlich dann mit meiner ersten Band Die Braut haut ins Auge. Unser Anliegen war es in erster Linie, zusammen Spass zu haben, eine Mädchen Gang zu sein in einer Männerdominierten Musikszene in Hamburg und dem Rest der Welt. Wir fingen gemeinsam mit drei Akkorden an, 1,2,3,4, los gehts. Als dann kein Indielabel unsere ersten Aufnahmen rausbringen wollte, weil wir in keine Schublade passten, brachten wir unsere erste Doppelsingle selber raus. Das war zwar viel Arbeit, aber wir haben dabei natürlich ganz viel gelernt... Kurz danach trafen wir unseren damaligen Produzenten, der uns unbedingt bei einem Majorlabel unterbringen wollte, so kamen wir zu BMG Ariola. Zeitgleich waren aber auch die Lassie Singers (die damals einzige andere Mädchenband) bei einem Majorlabel und die Indielabels (wie z.B. L`Age D`Or) fingen an mit Major Firmen zu kooperieren.