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Freitag, 13. September 2013

Gelesen: Glückwunsch, Du bist ein Mädchen von Sonja Eismann, Chris Köver und Daniela Burger

Eine Anleitung zum Klarkommen

Nachdem die Ladies vom Missy Magazine vor etwa einem Jahr das Mach's selbst - DIY für Mädchen herausgegeben haben, legen sie jetzt nach. Glückwunsch, Du bist ein Mädchen - Eine Anleitung zum Klarkommen heißt der zweite Streich, den Sonja Eismann, Chris Köver und Daniela Burger gemeinsam herausgeben. 

Wieder dezidiert für Mädchen* geschrieben und der Einsicht geschuldet, dass ein Mädchen zu sein "verdammt toll und zugleich ganz schön vertrackt" sein kann, versuchen sich die Autorinnen jetzt als Cathys und Claires und Dr. Sommers, wenn auch ohne direkten postalischen Auftrag. In sechs Kapiteln werden die Themen "Mädchen sein", "Freundschaft und Mädchensolidarität', "Körper und Schönheit", "Mode", "Sexualität" und "Sport" verhandelt. Zweifelsohne sind das alles Schwerpunkte, die im Leben, mindestens aber in den Gedanken von Mädchen und jungen Frauen ab 12 vorkommen. Dabei ist Glückwunsch, Du bist ein Mädchen not just another Ratgeber. 

Sonntag, 26. August 2012

Gelesen: "Mach's selbst - Do it Yourself für Mädchen"

Neues von den Missy Magazine-Macherinnen Chris Köver und Sonja Eismann: Ein DIY-Buch für Mädchen! Empowerment pur für eure kleinen Schwestern, Cousinen und Nichten... und letztlich auch für große Mädchen inspirierend! 

Mit "Mach's selbst" versammeln Chris und Sonja die Basics des DIY, angefangen bei der Frage, warum es überhaupt Sinn macht, Sachen selbst zu machen. Der Spaß steht an allererster Stelle! Warum soll man immer nur konsumieren, wenn man die Dinge relativ einfach selbst in die Hand nehmen kann? Guerilla Gardening, einen Platten flicken, Platten ineinander mischen, Parties organisieren, Geschenke basteln, Bands gründen, Comics zeichnen... die Liste an Aktionen, die in einfachen Worten erklärt werden ist schier endlos! 

Mittwoch, 1. Juni 2011

Die Sache mit der Prinzessinnen-Pasta

Dass im Alltag nach wie vor fleißig gegendert wird, ist ja nichts Neues. In Kinderbekleidungsabteilungen zum Beispiel finden die Mädchen an den entsprechenden Schaufensterpuppen vorwiegend Pinkes, Rotes, Gerüschtes, die Jungs dagegen Blaues, Grünes und Gestreiftes.

Der Trend greift auf noch Essentielleres und Alltäglicheres über. Die Prinzessinnen-Nudeln halten Einzug in die Supermärkte! Kleine Prinzessinnen, Prinzen, Kutschen, Pferdchen, Schühchen, Sternschnuppen und Schlösser zum Essen. Als männliches Angebot werden entsprechend Sponge Bob-Teigwaren auf den Markt geschmissen. Kinderterror am Mittagstisch, wenn sich die Nudeln des Schwesterchens mit denen des Brüderchens vermischen!

Die Form der Nudeln tritt in den Vordergrund und Disyney und Co. eröffnen sich ein neues Marketingsegment. Neben Kaugummis, Popcorn und Schokoladenfrösche tritt jetzt die Gender-Pasta. Grandioso!

Dienstag, 3. Mai 2011

Queer-feministisches Ladyfest in Münster

Gerüchteweise hatte ich ja schon davon gehört, heute habe ich endlich mal ein Plakat gesehen. Ich hatte auch schon fast wieder vergessen, dass das Ladyfest ansteht. Mehr Infos bekommst Du hier.


Und mehr Allgemeines zum Ladyfest findest Du im Riot Grrrl-ABC!

Montag, 18. Oktober 2010

Covergirls

Seit Beginn des Jahres 2010 verzichtet die Frauenzeitschrift Brigitte komplett auf professionelle Models auf dem Cover und auch innerhalb des Heftes (Eine Ausnahme bildet die Berichterstattung zu Modeschauen etc.). Das Interesse am neuen Konzept war groß. In sämtlichen Medien wurde diskutiert, Modeschöpfer, Models und sonst wer äußerten sich zu der Idee der Brigitte. Die Kritik erstreckte sich von Beigeisterung bis hin zu Empörung. Die Zeitschrift selbst vermarktet ihre Idee nach wie vor als Erfolg.
 
Quelle

Nur noch normale Frauen auf dem Titelbild einer Zeitschrift mit einer Auflage von knapp 800.000 - ist doch toll! Mag die eine oder der andere denken. Ja sicher, Leser_innen sehen sich nicht mehr mit makellos schönen Models konfrontiert, die eine Kleidergröße tragen, die jenseits von Gut und Böse ist. Was aber blieb, war das Wissen, dass es der Job des Models ist, gut auszusehen, wenig bis nichts zu essen, den ganzen Tag damit zu verbringen, die Haare gebürstet und die Lippen geschminkt zu bekommen. Photoshop tat dann sein Übriges.


Jetzt sind die Models der Brigitte "normale Frauen". Solche, die dann mit 47 drei Kinder zur Welt gebracht haben, nebenher eine Karriere als Staatsanwältin eingeschlagen haben, in der Woche zwei Mal zum Yoga und einmal zum Indonesisch-Kochkurs gehen und nebenher eine glückliche Partnerschaft führen (Die Models werden dem_der Leser_in zum Teil vorgestellt.) Da bleibt dann dem_der Durchschnitssleser_in die Spucke weg.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Brustfrust

Es ist ja so eine Sache mit den Brüsten. Früher oder später macht sich wohl jede Frau Gedanken um eine Busen-Verpackung. Sei es des "Sich-erwachse-fühlen-Wollens" wegen oder aus "Schönheitsgründen" oder wegen der Schwerkraft.

Brüste können aber nicht einfach nur Brüste sein wie sie eben sind: mal groß, mal klein, rund, spitz, gleichmäßig und unterschiedlich. Brüste werden in Form gebracht von Busen-Verpackungen. Und dann sehen sie irgendwie alle gleich aus, dank Push-Up-BHs und Wonderbras und wie sie sonst so heißen. Eine Gleichschaltung der Brüste. Sie sind dann möglichst prall und sehen unter T-Shirt und Bluse aus, als wären sie immer gleich. Brustwarzen sind dann auch keine mehr zu sehen, ob es warm ist oder kalt. 

Der C&A-Onlineshop für Mädchen
Schlimm genug, dass erwachsene Frauen sich diesem Stress aussetzen, weil es sich so etabliert hat. (Ja, das BH-Verbrennen für die weibliche Freiheit scheint schon lange vergessen). Auch Mädchen und junge Frauen verpacken ihre Brüste in Büstenhaltern mit Pads, also Verstärkungen und Formgebungen. Bei Karstadt, C&A und in anderen Kinderabteilungen finden sich "sexy" Wäschesets für die Kleinen. Absurd, dass schon junge Mädchen, von C&A mit "Kids" umschrieben, auf eine bestimmte Vorstellung von Körpern gedrillt werden. Es wird nicht die natürliche Brust verpackt, das was da ist, oder eben nicht da ist, wird gefpormt und vergrößert, als ob das einen schönen Menschen ausmachen würde. (Keine Frage, wenn ein junges Mädchen tatsächlich Brüste hat, die gestützt werden müssen, ist es für dieses junge Mädchen sicher angenehmer in der Jugendabteilung einzukaufen, als bei den Damen.)

Die definierten "Idealbrüste" gehen meistens an der Realität vorbei. Brüste sind eben nicht immer groß und nicht immer prall und nicht immer gleich.