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Donnerstag, 24. April 2014

Bücher, die ich 2014 lesen möchte

Du liebe Güte, ist der letzte Blogpost lange her. Und eigentlich wollte ich ja auch schon längst mal wieder schreiben, aber, aber... Da kommt mir das Blockstöckchen, das @Hirn_Sieb mir entgegengeworfen hat, eigentlich grad recht, um das Eis mal wieder zu brechen und wieder einzusteigen. 

Okay. Worum geht es? Es geht um fünf Bücher, die ich in diesem Jahr lesen möchte. Zwar habe ich sowohl den Jahreswechsel, der klassischerweise für Vorsätze herhalten muss, als auch den Welttag des Buchs knapp verpasst, aber darauf kann ich jetzt keine Rücksicht mehr nehmen. 

Freitag, 13. September 2013

Gelesen: Glückwunsch, Du bist ein Mädchen von Sonja Eismann, Chris Köver und Daniela Burger

Eine Anleitung zum Klarkommen

Nachdem die Ladies vom Missy Magazine vor etwa einem Jahr das Mach's selbst - DIY für Mädchen herausgegeben haben, legen sie jetzt nach. Glückwunsch, Du bist ein Mädchen - Eine Anleitung zum Klarkommen heißt der zweite Streich, den Sonja Eismann, Chris Köver und Daniela Burger gemeinsam herausgeben. 

Wieder dezidiert für Mädchen* geschrieben und der Einsicht geschuldet, dass ein Mädchen zu sein "verdammt toll und zugleich ganz schön vertrackt" sein kann, versuchen sich die Autorinnen jetzt als Cathys und Claires und Dr. Sommers, wenn auch ohne direkten postalischen Auftrag. In sechs Kapiteln werden die Themen "Mädchen sein", "Freundschaft und Mädchensolidarität', "Körper und Schönheit", "Mode", "Sexualität" und "Sport" verhandelt. Zweifelsohne sind das alles Schwerpunkte, die im Leben, mindestens aber in den Gedanken von Mädchen und jungen Frauen ab 12 vorkommen. Dabei ist Glückwunsch, Du bist ein Mädchen not just another Ratgeber. 

Dienstag, 28. Mai 2013

Gelesen: Frauen, die denken, sind gefährlich und stark von Stefan Bollmann

 Gut, der Titel ist ein wenig sperrig, ein wenig cheesy. Aber irgendwie hat sich diese Art von Titel für Stefan Bollmanns Bücher, fast kann man Reihe sagen, bewährt. Er hat nämlich schon über lesende und über schreibende Frauen geschrieben - jeweils mit analogen Gefährlichkeitszuschreibungen.

Sei es drum. Einmal aufgeschlagen erklärt sich der Sinn des Titels. Bollmann will nicht nur sagen, dass denkende Frauen eben gefährlich sind. Bisweilen leb(t)en sie auch gefährlich, wie er in der Einleitung direkt am Beispiel der Olympe de Gouges deutlich macht, deren Leben bekanntermaßen wegen ihrer fortschrittlichen Forderungen zur Anerkennung der Frau als Bürgerin auf der Guillotine beendet wurde. 

Freitag, 3. Mai 2013

Gelesen: Es interessiert mich nicht, aber das kann ich nicht beweisen von Frank Spilker


Endlich habe ich auch wieder viel Zeit in Ruhe zu lesen. Dabei hätte ich die für den neuen Spilker-Roman gar nicht gebraucht. Mit knapp 160 Seiten ist man ja schnell durch

Frank Spilker? Ja, das ist der Sänger der Band Die Sterne. Und ja, das ist auch der Typ, der immer wieder durch seine intergeren Kommentare zu unheimlicher Deutschtümelei im Pop auffällt (zum Beispiel im Rahmen der I Can't Relax in Deutschland-Kampagne und jüngst auch in seinen Kommentaren zu Freiwild). Sympathischer Kerl jedenfalls, der gut und gerne Songtexte schreibt. Wieso sollte der nicht auch einen Roman schreiben? Hat er sich wohl auch gedacht. 

In einem Radio-Gespräch mit Johnny ussler von Spreeblick erzählt Spilker, dass sein Schreiben eigentlich immer mit dem Aufschreiben von gut anmutenden Sätzen losgeht. Gesammelt wird dann auf Bierdeckeln und in Notzizbüchern.

Sonntag, 26. August 2012

Gelesen: "Mach's selbst - Do it Yourself für Mädchen"

Neues von den Missy Magazine-Macherinnen Chris Köver und Sonja Eismann: Ein DIY-Buch für Mädchen! Empowerment pur für eure kleinen Schwestern, Cousinen und Nichten... und letztlich auch für große Mädchen inspirierend! 

Mit "Mach's selbst" versammeln Chris und Sonja die Basics des DIY, angefangen bei der Frage, warum es überhaupt Sinn macht, Sachen selbst zu machen. Der Spaß steht an allererster Stelle! Warum soll man immer nur konsumieren, wenn man die Dinge relativ einfach selbst in die Hand nehmen kann? Guerilla Gardening, einen Platten flicken, Platten ineinander mischen, Parties organisieren, Geschenke basteln, Bands gründen, Comics zeichnen... die Liste an Aktionen, die in einfachen Worten erklärt werden ist schier endlos! 

Mittwoch, 30. Mai 2012

Angelesen: Dee Dee Ramones "Chelsea Horror Hotel"

Dieser Tage erscheint also die deutschsprachige Ausgabe von Dee Dee Ramones "Chelsea Horror Hotel" im Milena-Verlag. In der Jungle World ist ein Auszug zu lesen. Der Untertitel im Englischen lautet "A Novel", ein Roman also. Die drei Abschnitte, die vorab veröffentlicht worden sind, lassen aber eher eine Art Anekdotensammlung vermuten. Paradigmatisch ist hier das legendäre Chelsea Hotel, ein Künstlerhotel in New York. Dee Dee Ramone hat dort selbst einige Jahre mit seiner Frau Barbara gelebt. 

Aber auch Künstler_innen wie Salvador Dalí, Janis Joplin und Falco lebten zeitweise im Chelsea Hotel sowie auch Patti Smith. Sie nannte das Hotel mal "ein Puppenhaus in der Twilight Zone, mit Hunderten von Zimmern, von denen jedes ein eigenes kleines Universum barg." (In: Just Kids. Köln 2010. S. 137).

Freitag, 20. April 2012

Gelesen: Sickster versus Zuckerbabys

 "Pop, pop, pop goes the world"... und das nicht erst seit Leslie Fiedlers Aufsatz "Cross the Border - Close the Gap", welcher 1968 im Playboy veröffentlicht wurde (Und schon gar nicht erst seit Gossip). Da gab es so Romane wie "On the Road" von Kerouac (1957) und "Naked Lunch" von Burroughs (1959) schon längst. Fiedler gibt dem Kind dann eben noch einen Namen: Pop! 

So viel zur kurz-kurz-Fassung. Seitdem ist viel passiert, auch, was den deutschsprachigen Pop-Roman angeht. Andreas Mand, Thomas Brussig, Benjamin von Stuckrad-Barre, Christian Kracht und und und. Auch wenn bei weitem nicht alle Romane der genannten der Pop-Literatur zuzuordnen sind, haben sie sicher doch dazu beigetragen, dass die Pop-Literatur inzwischen etablierter Teil der Lesekultur ist. (Wer sich für diesen Teil der Geschichte besonders interessiert, dem sei Moritz Baßlers Buch "Der deutsche Pop-Roman. Die neuen Archivisten" ans Herz gelegt.)

Montag, 25. Juli 2011

Veganismus und Metal? Geht eben doch!

"Black Metal und veganes Essen - diametraler können sich zwei Dinge wohl nicht zueinander verhalten", schrieb neulich ein Freund einem Freund in einem der üblichen Social Networks. Schon allein der Vegan Black Metal Chef beweist das Gegenteil:




Mit Please Don't Feed The Bears tritt Abjorn Intonsus einen weiteren Gegenbeweis an. Er hat hier all seine Lieblingsrezepte versammelt und mit Illustrationen und Musiktippps versehen, die vielleicht auch dem Vegan Black Metal Chef gefallen würden. 

Die wenigsten der Rezepte hat er selbst erfunden. Die Sammlung besteht aus Rezepten von seinen Freunden, aus dem Netz und anderen Kochbüchern. Dafür dürfte er sich aber die Namen der Gerichte selbst ausgedacht haben: Arrabiata Antichristos, Fucking Fool Beans, Götterdämmerung Doppel-Chocolate Cookies... auch die Illustrationen im Buch sind möglicherweise von ihm. 

Mittwoch, 13. Juli 2011

Mehr Vinyl auf Buchcovern




Danke Fabian und Theresa und Anike.
Die Sammlung wird fortgesetzt! 
Mehr Vinyl auf Buchcovern gibt es schon hier

Dienstag, 12. Juli 2011

Schwesterchen fürs Riot Grrrl-ABC

Ja, mein Riot Grrrl-ABC hat ein Schwesterchen bekommen!  Und zwar im hintersten Teil des schon seit längerem vom Ventil Verlag angekündigten Riot Grrrl Revisited, herausgegeben von Katja Peglow und Jonas Engelmann. Die beiden haben in ihren Reader nämlich auch ein Riot-Grrrl-ABC (zwei Bindestriche sind mehr, als einer ) gepackt. Ist schließlich auch eine gute Idee.

Ansonsten bietet der Reader in seiner Dreiteilung (Revolution - Girl Style - Now) in der Rubrik Revolution einen Rückblick auf die Bewegung in deutscher Sprache. Dafür wurden einige Texte aus anderen Zusammenhängen recycled, wie zum Beispiel der Text There's A Riot Going On... von Julia Downes, der 2007 schon in Riot Grrrl! Revolution Girl Style Now! erschienen ist. Schwarz auf weiß gibt es hier auch nochmal das Manifest, Überlegungen zur Verortung der Riot Grrrls in den feministischen Diskurs und und und. Alles mit allerhand Fußnoten. Da kann man sich dann schneeballmäßig erstmal durchgraben und gegebenenfalls weiterlesen. 

Montag, 23. Mai 2011

Put your camera down - this is not a zoo

Da stehen sie dann, alleine, zu zweit, zu zehnt. Mit ihren Kameras und ihren Blitzen und ihrer Wichtigkeit. Sie wollen die Einmaligkeit des Moments festhalten und verpassen dabei alles. Das Konzert sehen sie nur auf ihren kleinen Displays. Und vielleicht dann zuhause auf dem PC. Aber der Moment ist vorbei. Sie blenden mit ihren Blitzen. Sie stehen im Weg - kein Platz mehr zum Tanzen. Nervt!

Klar, Photos sind wichtige Dokumente. Sie unterstützen Erinnerungen an gute Momente, haben manchmal Kunststatus. Oft aber auch nur Schubladenstatus, denn gemessen an der Menge von Photoapparaten auf gegenwärtigen Konzerten landet doch vergleichsweise wenig im Netz oder in Zines. Und wenn man mal ehrlich ist - einen Anton Corbijn oder Glen E. Friedman bringt wahrscheinlich jede Dekade nur einmal hervor. 

Aber, von dem Phototerror sollte man sich nicht die Laune verderben lassen. Und dass es auch solche unter den Photograph_innen gibt, die ihren Job gut machen und andere Menschen gerne an ihrem "Werk" teilhaben lassen, zeigt zum Beispiel der Photoband Reasons Not Rules

Die Photos wurden vom Face The Show-Team beigesteuert und dokumentieren die gegenwärtige europäische Hardcore-Szene. Wem ein paar Bilder nicht genug sind - es gibt auch Textinput. Where's Waldo-Feeling kommt auf jeden Fall auf. Wer sich in der Szene bewegt wird den einen oder anderen Kumpel und die eine oder andere Freundin entdecken. Oder gar sich selbst. 

Auf ihrem Blog gewähren die Macher_innen auch einen Blick ins Buch. Wer angeteast ist, kann sich den Photoband dann auch direkt da bestellen.

Aus Reasons Not Rules

Dienstag, 10. Mai 2011

The Girl's Got Limits?

Neulich auf einer Show. Eine Bekannte sitzt mit ihren Leuten vorm Venue. Kommt ein Typ. Setzt sich neben sie. Sagt "Hey - I play in a band." Er sagt nicht "Hey - how do you like the show so far?", und er sagt nicht "Hey - nice day. How are you?" Er sagt "Hey - I play in a band." Die Bekannte gibt dem besagten Menschen schnell zu verstehen, dass er so gar nicht erst mit ihr sprechen braucht. Gut so.

Nicht gut, dass solche Situationen immer wieder vorkommen. Als ob Mädchen und Frauen nur auf Hardcore- und Punkrockshows gehen, um Jungs und Männer aufzureißen. Oder vielmehr aufgerissen zu werden. Nein, das ist nicht so. Dennoch ist dieses sexistische Gebahren, welches viele sicher gar nicht als solches identifizieren, allgegenwärtig.

Ich stehe am Plattendistro, ein mir unbekannter Typ kommt und stellt sich neben mich. Ich schau die Platten durch. Er hält mir eine unter die Nase - "Die ist gut." Als würde er davon ausgeben, dass ich keinen eigenen Geschmack habe. So jedenfalls meine Lesart der Situation.

Freitag, 29. April 2011

Flaming Iguanas von Erika Lopez

In einem wunderbar gestempelten Umschlag kam eines schönen Wintertages "Flaming Iguanas" von Erika Lopez bei mir an. Zum Lesen bin ich aber erst jetzt gekommen. 

Erika Lopez zeichnet Comics, illustriert und schreibt. Sie ist Tochter eines Puerto Ricanischen Menschenrechtler-Vaters und einer Deutsch-Amerikanischen Mutter. Groß wird sie in den den Suburbs von Philadelphia und besucht hier auch eine Kunsthochschule. Nachdem diverse Versuche ein "geregeltes Leben" zu haben scheitern, lernt sie Motorradfahren und durchquert Amerika. 

Die Fahrt durch die USA ist dann auch die Inspiration für Flaming Iguanas, denn um nichts anderes geht es in diesem "All-Girl Road Novel Thing". Die Künstlerin Tomato Rodriguez, die nicht weiß, wo es im Leben hingehen soll und vor allem wie, entscheidet sich mit dem Motorrad die USA zu durchqueren um ihren krebskranken Vater zu besuchen.

Mittwoch, 13. April 2011

rpm von Martina Lenzin

"rpm" von Martina Lenzin
Im Februar ist mir Martina Lenzin schon in einem Tracks-Beitrag zu Musik im Comic aufgefallen (ich bette das Video unten ein). Dann ist sie, ehrlich gesagt, wieder für eine Weile aus meinem Kopf verschwunden, bis mich ein taz-Review Anfang April wiederum an sie denken lies. Jüngst hat sie ihr Comic "rpm" bei Reprodukt veröffentlicht.

Drei Jahre hat sie an dem Projekt gesessen, wie sie bei einem Gespräch mit dem Deutschlandradio verraten hat. Und jetzt reichts dann wohl auch erstmal. Aber auf diesem Comic darf sich Martina auch eine Weile ausruhen.

Fangen wir mal außen an: Der Umschlag ist aus Pappe und fühlt sich nicht nur schön an, sondern ist auch schön gestaltet. Rechts siehst Du die Vorderseite, auf der Rückseite befinden sich sehr bunte Zeichnungen, die im Comic dann gar nicht auftauchen. So bunt wird es auch nicht mehr. Dafür wird das Typische an Martina Lenzins Figuren schon deutlich: Sie haben keine Nase und keinen klassischen Mund - sie haben Schnäbel. Aber wer sich jetzt in Entenhausen sieht, ist auf der falschen Fährte. 

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Kitsch - Texte und Theorien erschienen bei Reclam

Wer hat nicht mindestens fünf der kleinen gelben Reclam-Heftchen im Regal stehen? Hier ist noch ein Bändchen, das sich optisch ganz wundervoll in Deine Schul- und Unilektüre einfügt.

Der Kitsch-Band führt nicht nur in die Kitsch- und Campdiskussionen seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert ein. Nein, er kitscht auch selbst fleißig. Winnetou-Auszüge von Karl May und das herrliche "Mimili" von H. Clauren sind nur zwei Belege dafür, dass Kitsch irgendwie auch schon immer interessant war. 

Die Herausgeber_Innen Ute Dettmar und Thomas Küpper haben mit ihrer Auswahl der Texte einen guten Überblick geschaffen. Einführend stellen sie am Beginn jedes Kapitels die prägnanten Eckpunkte der aktuellen Diskussion heraus und geben weiterführende Literatur an. Schließlich kommen immer auch die Poeten und Theoretiker der jeweiligen Zeit selbst zu Wort.

Zum Kitsch äußern sich also zum Beispiel Kant, Schiller und Goethe, dann Musil, später Fronemann und Ackerknecht, dann Benjamin, Bloch und Adorno, auch Bourdieu und schließlich Flusser und Sontag. (Susan Sontags "Notes on Camp" findest Du übrigens auch hier).

"Ich warne dich, leichtfertig mit dem Ausdruck Kitsch umzugehen!" Frank Wedekind, Kitsch.

The Guerilla Art Kit von Keri Smith

Dieses Buch macht Spaß! Schon beim ersten Durchblättern.  Es wirkt nämlich nicht wie die Massenproduktion, die es wahrscheinlich ist. Es wirkt, als hätte Keri Smith jedes der Exemplare höchstpersönlich geschrieben und illustriert. Schreibmaschinenschrift wechselt sich mit Handschriftlichem ab, Zeichnungen, Photos... das Guerilla Art Kit ist wie ein Poesiealbum.


Das Buch fängt ganz vorn an. Was ist überhaupt Guerilla Art? Keri Smith, die sich selbst als "an author/illustrator turned Guerilla Artist" nennt, sagt, das sei jede anonyme Arbeit die an öffentlichen Orten installiert, performt oder angebracht wird. Sie weitet damit den Begriff aus, schließt bekannte Streetart wie Graffiti aber nicht aus. Sie sagt: "Guerilla Art is for everyone. [...] It is free and accesible".

Samstag, 20. November 2010

HRVST:DEATH
von Hendrik Thiele & Sebastian Thauer

Das Magazin "HRVST:DEATH" ist schon Anfang des Jahres 2010 erschienen. Eine Freundin verlinkte das Buch zu der Zeit auch, aber irgendwie bin ich erst jetzt wieder drauf gekommen, als ein Freund mir nochmal davon erzählte.

"HRVST", so der Plan, soll unterschiedlichen Menschen die Möglichkeit geben mit "Strong Hearts and Minds" über ein bestimmtes Ausgaben-Thema zu schreiben. Im Fall der ersten Ausgabe ist es eben das Thema "Tod".  

Sebastian und Hendrik haben hier unterschiedliche Menschen vereint, die ihre Erlebnisse mit dem Tod, ihre Gedanken zum Tod oder ihre künstlerischen Assoziationen mit dem Tod präsentieren. Die Autor_innen und Künstler_innen kommen aus der ganzen Welt und scheinen alle auf irgend eine Art und Weise einen Punk/Hardcore/DIY-Hintergrund zu haben. Vor allem sind es aber alles Menschen, die sich Gedanken machen - sich selbst, das Leben und den Tod reflektieren.

Montag, 8. November 2010

Give Me No Fruit If You Love Me

Da Capo Press/Lifelong Books
Kekse sind lecker, Cupcakes auch - aber selbst machen? Wer sich mal ran traut wird merken, so schwierig ist Backen gar nicht. Schon mal überhaupt nicht, wenn der_die Bäcker_in eines der tollen Kochbücher von Isa Chandra Moskowitz und Terry Hope Romero in der Hand hält. (Der Kauf lohnt sich fast schon der Bilder wegen).

"Vegan Cupcakes Take Over The World" und "Vegan Cookies Invade Your Cookie Jar" sind zwei der Bücher der beiden Autorinnen, die in der DIY-Szene zu verorten sind und ihr Wissen ums Backen gern mit ihren Leser_innen teilen.

Da Capo Press/Lifelong Books
Neben einem Glossar zu den wichtigsten Backbegriffen greifen Moskowitz und Romero auch vielen Fragen schon vorweg, die beim Backen auftreten können. Warum habe ich Klumpen im Teig? Welcher Ei-Ersatz ist der beste? Und warum sehen meine Cupcakes aus wie Untertassen? Das ganze läuft dann auf Englisch, dürfte aber auch für nicht so sprachgewandte Bäcker_innen unproblematisch sein. Was problematisch sein könnte ist die Tatsache, dass in Cups und Unzen gerechnet wird. Im Cupcake-Buch ist aber sogar eine Umrechnungstabelle abgedruckt. 

Beide Bücher beinhalten Rezepte mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und regen zur Kreativität und zur Weiterentwicklung der Kekse und Cupcakes an. Und wem bei Apricot-Glazed Almond Cupcakes, Peanutbutter Brownies und Cranberry Walnut Thumbprints nicht das Wasser im Mund zusammenläuft, dem_der ist ohnehin nur schwer zu helfen. Schmeckt vom ersten Teignaschen an!

Freitag, 8. Oktober 2010

Heaven To Hell von David LaChapelle

LaChapelle: Heaven To Hell
David LaChapelle zitiert klassische Gemälde, popkulturelle Phänomene, Werbebilder, Filme. Er etabliert Klischees und durchbricht sie zugleich, spielt mit Sex und Gender, mit Körpern, mit Rollenerwartungen. Er photographiert Models, Künstler und Unbekannte. Sie sind angezogen, nackt und irgendwo dazwischen. "Heaven To Hell" ist LaChapelles dritter Photoband.

Es scheint, als würden sich die Stars darum reißen, von LaChapelle abgelichtet zu werden. Leonardo di Caprio, Sarah Jessica Parker, Brittney Spears und Michael Jackson posieren vor seiner Linse und scheinen seinen Ideen und Assoziationen gegenüber ziemlich offen zu sein. Mal gottgleich (Michael Jackson), mal als Toyboy inszeniert (Leo di Caprio), sie scheinen nach seiner Pfeife zu tanzen.