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Mittwoch, 29. Mai 2013

Ausstellung: Inwards and Onwards von Anton Corbijn

Das verregnete Frühjahr lässt leider nur wenige Möglichkeiten zum Abhängen auf dem Balkon, Eisessen unter freiem Himmel, für Radtouren und Freibadbesuche. Umso schöner, wenn die Museen der Region gute Ausstellungen bereit halten. Im Kunstmuseum Bochum etwa läuft seit Samstag eine Ausstellung des niederländischen Photographen und Filmemachers Anton Corbijn, der dank seiner eindrucksvollen Bilder von Pop- und Rockstars, seinen Künstler-Portraits und nicht zuletzt wegen der Filme Control und The American bekannt, wenn nicht berüchtigt ist.

Corbijns Kunst ist nicht das erste Mal in Bochum ausgestellt. Inwards and Onwards ist bereits die zweite Schau im Kunstmuseum. Im Jahr 2000 schon brach die Ausstellung seiner Bilder alle Rekorde. Und inzwischen kennt man sich. Dementsprechend familiär ging es auch bei der Vernissage letzten Samstag zu. Bochum weiß, was es an Anton Corbijn hat (nicht umsonst scheint die ganze Stadt mit Ausstellungsankündigungen plakatiert zu sein) und umgekehrt. 

Freitag, 5. Oktober 2012

Ausstellung: DIY - Die Mitmach-Revolution

Dass DIY von verschiedenen Menschen mit unterschiedlichem Inhalt gefüllt wird, kann man ja schon bei den Beiträger_innen der MY DIY-Rubrik hier im Blog unregelmäßig lesen. Der eine gründet ein Label, die andere macht Mode oder ein Zine. Eine ziemlich heterogene Gruppe, diese DIY-Liebhaber_innen also. 

Mehr als deutlich wird das in der Ausstellung "DIY - Die Mitmach-Revolution", die schon in Frankfurt und Berlin zu sehen war und jetzt bis zum 28. April 2013 in Dortmund zu sehen sein wird. Das Projekt des Amateurfunkers wird hier genau so als DIY verstanden, wie das erste Bikini Kill-Zine und Physik-Baukästen ebenso, wie die Chicks On Speed-E-Schuhe (denen definitiv ein präsenterer Platz eingeräumt werden dürfte!). Und so ist die Ausstellung eben sehr vielfältig. 

http://www.chicksonspeed.com/e-shoe/
Und vielfältig ist sie dann nicht nur in ihren Gegenständen, sondern auch in den Präsentationsformen. Neben klassischen Schaukästen kann man einige der Exponate und Aktionsformen auch in Bewegung betrachten. Auf vielen Bildschirmen laufen Filme in Dauerschleife mit Portraits in denen Aktivist_innen von ihrem DIY-Hobby erzählen und auch die Chicks on Speed-Schuhen werden in einer gefilmten Performance in Action gezeigt. Schade nur, dass es jeweils nur einen Kopfhörer gibt. So trennen sich die Wege schnell, auch wenn man eigentlich gemeinsam durch die Ausstellung schlendern wollte. 

Dienstag, 19. Juli 2011

In Japan stempeln sie Hunde

Heidi und Wicki, Mila Superstar und Sailor Moon - bewusst oder unbewusst hat so ziemlich jedes Kind schon mal ein Anime gesehen. Dass dieses Zeichentrick-Genre aber viel mehr kann, als nur knatschbunte Held_innen und dicke Kampftierchen (Pokémon) zu produzieren, zeigt jetzt die Ausstellung Proto Anime Cut im Dortmunder U

Zwar erhebt die Ausstellung keinerlei Anspruch auf Anime-Vollständigkeit - das könnte aber wohl ohnehin kein Museum ohne Weiteres leisten, guckt man sich allein die Menge an unterschiedlichen Genres an: Shōnen, Shōjo, Kodomo, Seinen, Josei, Etchi, Hentai, Magical Girl, Mecha, (Super) Sentai, Shōnen Ai, Yuri, Yaoi....(eine ausführlichere Liste findest Du hier). Allerdings nähert sie sich in Sachen Produktionsprozess wohl gut an Vollständigkeit heran! 

Proto Anime Cut begleitet unterschiedliche Filme von ersten Location Huntings, über Skizzen und Figurenstudien, Storyboards, Hintergrundbilder bis hin zum Endprodukt, dem Film eben. Die Ausstellungsmacher_innen haben sich in ihrer Auswahl auf sechs Künstler beschränkt. Spannend, weil viele von ihnen regelmäßig zusammenarbeiten.

Montag, 13. Juni 2011

The Art of Pop Video in Köln

Kaum geht MTV in Deutschland off-air sind Musikvideos schon ein Fall für das Museum. Das ist natürlich Quatsch. Musikvideos haben schon längst Einzug in die Welt der Museen gehalten. Und warum auch nicht? Genug Innovatives gibt es da ja allemal.

Im Kölner Museum für Angewandte Kunst (MAKK) ist noch bis zum 2. Juli die Ausstellung The Art of Pop Video zu sehen. Auf vier Etagen ist dort einiges zu sehen, was auf MTV und Co. für Furore gesorgt hat. Auch Videos aus der Pre- und der Post-MTV-Zeit sind zu sehen. 

Eigentlich funktioniert die Ausstellung (fast) immer gleich. Ein Fernseher und zwei Kopfhörer pro Video. Manchmal wird der Fernseher durch einen Beamer ersetzt und die Kopfhörer durch Boxen. Manchmal sind die Videos in Schleifen geschaltet. Besonderheiten, wie dem 3D-Björk-Video zu "Wanderlust" werden in eigenen Räumen gezeigt. 

Die Masse der Videos ist räumlich eigentlich kaum zu bewältigen. Es ist dann auch ein bisschen nervig, dass man den anderen Museumsbesucher_innen zwischendurch fast auf den Füßen steht. Nett auch, wenn man neben einem Typen steht, der seiner Freundin 2cm Luftlinie vom eigenen Po entfernt am Po rumgrabscht. 

Sonntag, 26. September 2010

A Star Is Born - Fotografie und Rock seit Elvis im Folkwang Museum in Essen

Ausstellung auf RTL2-Niveau, tönt es von der einen Seite. Gelungene Ausstellung, die auch Menschen anlockt, die sonst nicht viel mit Kultur am Hut haben, von der anderen.

Mit der "A Star Is Born"-Ausstellung hat das Essener Folkwang Musuem eigene Rekorde gebrochen. Mehr als 55.000 Besucher haben sich in den vergangenen Wochen die Photographien von Elvis, Presley, David Bowie, Marilyn Manson und Co. angesehen. Damit ist das die meist besuchte Photo-Ausstellung seit der Eröffnung des Folkwang Museums im Jahr 1902.

Zu sehen sind noch bis zum 10. Oktober unzählige mal mehr, mal weniger aufregende Photos von Rockstars seit dem King of Rock.

Die Ausstellung zeigt Plattencover, Promobilder, Konzertimpressionen, Dokumentation von Fankult, aber auch "hinter den Kulissen"-Photos. Neben den Photos werden auch alte Fanzines und Zeitschriften (unter Anderem Sniffing Glue und Spex), Videointerviews (zum Beispiel Adorno zur Kulturkritik), Musikvideos, Bücher und Internetpräsenzen zur Schau gestellt.