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Mittwoch, 29. Mai 2013

Ausstellung: Inwards and Onwards von Anton Corbijn

Das verregnete Frühjahr lässt leider nur wenige Möglichkeiten zum Abhängen auf dem Balkon, Eisessen unter freiem Himmel, für Radtouren und Freibadbesuche. Umso schöner, wenn die Museen der Region gute Ausstellungen bereit halten. Im Kunstmuseum Bochum etwa läuft seit Samstag eine Ausstellung des niederländischen Photographen und Filmemachers Anton Corbijn, der dank seiner eindrucksvollen Bilder von Pop- und Rockstars, seinen Künstler-Portraits und nicht zuletzt wegen der Filme Control und The American bekannt, wenn nicht berüchtigt ist.

Corbijns Kunst ist nicht das erste Mal in Bochum ausgestellt. Inwards and Onwards ist bereits die zweite Schau im Kunstmuseum. Im Jahr 2000 schon brach die Ausstellung seiner Bilder alle Rekorde. Und inzwischen kennt man sich. Dementsprechend familiär ging es auch bei der Vernissage letzten Samstag zu. Bochum weiß, was es an Anton Corbijn hat (nicht umsonst scheint die ganze Stadt mit Ausstellungsankündigungen plakatiert zu sein) und umgekehrt. 

Montag, 23. Mai 2011

Put your camera down - this is not a zoo

Da stehen sie dann, alleine, zu zweit, zu zehnt. Mit ihren Kameras und ihren Blitzen und ihrer Wichtigkeit. Sie wollen die Einmaligkeit des Moments festhalten und verpassen dabei alles. Das Konzert sehen sie nur auf ihren kleinen Displays. Und vielleicht dann zuhause auf dem PC. Aber der Moment ist vorbei. Sie blenden mit ihren Blitzen. Sie stehen im Weg - kein Platz mehr zum Tanzen. Nervt!

Klar, Photos sind wichtige Dokumente. Sie unterstützen Erinnerungen an gute Momente, haben manchmal Kunststatus. Oft aber auch nur Schubladenstatus, denn gemessen an der Menge von Photoapparaten auf gegenwärtigen Konzerten landet doch vergleichsweise wenig im Netz oder in Zines. Und wenn man mal ehrlich ist - einen Anton Corbijn oder Glen E. Friedman bringt wahrscheinlich jede Dekade nur einmal hervor. 

Aber, von dem Phototerror sollte man sich nicht die Laune verderben lassen. Und dass es auch solche unter den Photograph_innen gibt, die ihren Job gut machen und andere Menschen gerne an ihrem "Werk" teilhaben lassen, zeigt zum Beispiel der Photoband Reasons Not Rules

Die Photos wurden vom Face The Show-Team beigesteuert und dokumentieren die gegenwärtige europäische Hardcore-Szene. Wem ein paar Bilder nicht genug sind - es gibt auch Textinput. Where's Waldo-Feeling kommt auf jeden Fall auf. Wer sich in der Szene bewegt wird den einen oder anderen Kumpel und die eine oder andere Freundin entdecken. Oder gar sich selbst. 

Auf ihrem Blog gewähren die Macher_innen auch einen Blick ins Buch. Wer angeteast ist, kann sich den Photoband dann auch direkt da bestellen.

Aus Reasons Not Rules

Samstag, 20. November 2010

HRVST:DEATH
von Hendrik Thiele & Sebastian Thauer

Das Magazin "HRVST:DEATH" ist schon Anfang des Jahres 2010 erschienen. Eine Freundin verlinkte das Buch zu der Zeit auch, aber irgendwie bin ich erst jetzt wieder drauf gekommen, als ein Freund mir nochmal davon erzählte.

"HRVST", so der Plan, soll unterschiedlichen Menschen die Möglichkeit geben mit "Strong Hearts and Minds" über ein bestimmtes Ausgaben-Thema zu schreiben. Im Fall der ersten Ausgabe ist es eben das Thema "Tod".  

Sebastian und Hendrik haben hier unterschiedliche Menschen vereint, die ihre Erlebnisse mit dem Tod, ihre Gedanken zum Tod oder ihre künstlerischen Assoziationen mit dem Tod präsentieren. Die Autor_innen und Künstler_innen kommen aus der ganzen Welt und scheinen alle auf irgend eine Art und Weise einen Punk/Hardcore/DIY-Hintergrund zu haben. Vor allem sind es aber alles Menschen, die sich Gedanken machen - sich selbst, das Leben und den Tod reflektieren.

Freitag, 8. Oktober 2010

Heaven To Hell von David LaChapelle

LaChapelle: Heaven To Hell
David LaChapelle zitiert klassische Gemälde, popkulturelle Phänomene, Werbebilder, Filme. Er etabliert Klischees und durchbricht sie zugleich, spielt mit Sex und Gender, mit Körpern, mit Rollenerwartungen. Er photographiert Models, Künstler und Unbekannte. Sie sind angezogen, nackt und irgendwo dazwischen. "Heaven To Hell" ist LaChapelles dritter Photoband.

Es scheint, als würden sich die Stars darum reißen, von LaChapelle abgelichtet zu werden. Leonardo di Caprio, Sarah Jessica Parker, Brittney Spears und Michael Jackson posieren vor seiner Linse und scheinen seinen Ideen und Assoziationen gegenüber ziemlich offen zu sein. Mal gottgleich (Michael Jackson), mal als Toyboy inszeniert (Leo di Caprio), sie scheinen nach seiner Pfeife zu tanzen.